Wer kennt das nicht: Kaum verlässt du die EU, wird das Datenroaming zur Kostenfalle. Ein paar Urlaubsfotos verschicken oder kurz etwas googeln – und schon flattern saftige Rechnungen ins Haus. Denn außerhalb der EU-Roaming-Zone zahlt man oft mehrere Euro pro Megabyte.
Das will der ehemalige Xing-Gründer Lars Hinrichs nun ändern. Mit seinem neuen Startup Simsalasim plant er einen Datentarif für zehn Euro im Monat – mit unbegrenztem Datenvolumen in rund 100 Ländern weltweit.
Hinrichs saß über zehn Jahre im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom und schied Anfang 2025 aus, heißt es bei der "FAZ". Sein Fazit: "Im Bereich Telekom gab es keine wirkliche Innovation in den letzten zwanzig, dreißig Jahren." Simsalasim sei deshalb "ein kompletter Angriff auf die Telekom, Vodafone und viele, viele andere."
Der Tarif bietet unbegrenzte mobile Daten ohne Drosselung. In etwa 50 Ländern sind sogar Telefonate und SMS inklusive. Aktiviert wird das Ganze über eine E-SIM. Einzige Haken: Das Smartphone als Hotspot zu nutzen ist nicht möglich – und in Österreich ist Simsalasim (noch nicht) aktiv.
Das Geheimnis hinter dem günstigen Preis: Simsalasim besitzt keine eigenen Funkmasten und betreibt keine Shops. Stattdessen kauft das Unternehmen Netzkapazitäten von Telefónica ein. Mit nur 25 Mitarbeitern und viel KI-Einsatz will Hinrichs ein "One-Person-Unicorn" aufbauen – ein Milliarden-Startup mit minimalem Personal.