Am Montag hat Marc Janko endgültig einen Schlussstrich gezogen, die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Auf ein ÖFB-Abschiedsspiel hat er keine Lust.
Marc Janko hört auf! Der 36-Jährige hat am Montag bekannt gegeben, seine Fußballer-Karriere zu beenden. Zum Abschluss wird es aber keinen großen rot-weiß-roten Abschied geben.
In 13 Jahren bestritt der Stürmer 68 Spiele für das österreichische Nationalteam, erzielte dabei 28 Treffer und war maßgeblich an der EM-Qualifikation 2016 beteiligt. Grund genug für den ÖFB, Janko sofort als 50. Mitglied in den Legendenklub aufzunehmen.
Auf eine andere Ehrung kann der Stürmer allerdings verzichten: ein Abschiedsspiel für die österreichische Nationalmannschaft. "Es wurde mir von ÖFB-Seite in Aussicht gestellt. Auch das habe ich abgelehnt", verriet Janko dem Standard.
"Es fühlt sich für mich einfach nicht richtig an. So wichtig war ich nicht, und so wichtig bin ich nicht", erklärte der 36-Jährige seine Entscheidung.
"So etwas steht Leuten zu, die über hundert Länderspiele und dem Fußball enorm viel gegeben haben", so der 36-Jährige weiter, der lieber ohne Spektakel Abschied nehmen möchte. "Ich habe mir nie etwas auf meine Erfolge eingebildet und bevorzuge den stillen Abgang."
Stattdessen schmiedet der 36-Jährige schon Zukunftspläne. Und die können Janko, der stets als Mann der klaren Worte bekannt war, womöglich in ein politisches Amt führen. "Ich habe für mich beschlossen, mir die Chance und die Zeit zu geben, viele Sachen auszuprobieren. Mir war es immer wichtig, dass ich mich nicht von einer Partei instrumentalisieren lassen. Ich würde nichts ausschließen, aber es ist, unter Anführungszeichen, ein ,Zirkus', den ich mir, Stand heute, nicht antun möchte."
Stattdessen genießt er die Freiheit: "Ich hab, seitdem ich im Fußball tätig bin, ein fremdbestimmtes Leben geführt. Jetzt kommt der Sprung in ein selbstbestimmtes Leben."
(wem)