Ein Streit um zwei kleine Kinder beschäftigt mittlerweile Gerichte in den USA und Großbritannien. Im Mittelpunkt steht die Britin Nishika Samaratunga (34), die aus einer wohlhabenden sri-lankischen Tee-Dynastie stammen soll. Seit fast sechs Monaten wird sie gemeinsam mit ihren Söhnen Blaine (5) und Nathaniel (3) gesucht.
Der Vorwurf ihres Ex-Mannes Ben Baier (43): Samaratunga soll die Kinder nach einem Aufenthalt in Großbritannien nicht wie vereinbart zu ihrem Vater in die USA zurückgebracht haben.
Ein Gericht im US-Bundesstaat Colorado hatte entschieden, dass die Kinder hauptsächlich bei ihrem Vater leben sollen. Ihrer Mutter waren weiterhin Besuche gestattet, weshalb die beiden Buben auch nach England reisen konnten.
Nach dem letzten Besuch kamen sie jedoch nicht zurück. Am 29. März 2026 hätte Samaratunga ihre Söhne am Flughafen an Baier übergeben sollen. Dazu kam es nicht.
Der Vater versucht nun über britische Gerichte, seine Kinder ausfindig zu machen. Nach seinen Angaben haben beide Buben Autismus. "Solch abrupte Änderungen ihrer Routine sind unglaublich schädlich für ihre Entwicklung und Gesundheit", sagte der 43-Jährige.
Baier und Samaratunga heirateten 2020. Die Britin zog damals in die USA, vier Jahre später zerbrach die Ehe.
Im August 2025 beantragte Samaratunga bei einem Gericht in Colorado, gemeinsam mit den Kindern nach London übersiedeln zu dürfen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Auch weitere Versuche, die Kinder zu sich zu holen, scheiterten.
Im Oktober 2025 entschied das Gericht schließlich, dass der Vater hauptsächlich für die Betreuung der beiden Kinder zuständig sein soll.
Mittlerweile wird öffentlich nach Samaratunga gesucht. Ein Londoner Gericht erlaubte die Veröffentlichung der Namen und weiterer Details des Falls. Wo sich die 34-Jährige und ihre beiden Söhne derzeit befinden, ist nicht bekannt.
Samaratunga soll aus einer reichen sri-lankischen Tee-Dynastie stammen und eine Nachfahrin der Unternehmerfamilie hinter dem Tee-Konzern Mackwoods sein. Ihr Ex-Mann arbeitet den vorliegenden Angaben zufolge im Finanzsektor.
Trotz der öffentlichen Suche gibt es bisher keine Spur von der Mutter und den beiden Kindern. Die Vorwürfe gegen Samaratunga sind nicht rechtskräftig erwiesen.