Ein unfassbares Verbrechen erschüttert Italien. Ein 17-jähriger Tunesier wird dringend verdächtigt, eine 65-jährige Frau im norditalienischen Formigine bei Modena beim Joggen überfallen, verprügelt und vergewaltigt zu haben. Der mutmaßliche Täter, der in einem Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende untergebracht war, wurde festgenommen und in eine Jugendhaftanstalt in Bologna gebracht.
Die Frau war auf einem Fahrrad- und Spazierweg unterwegs, als der Jugendliche sie mit einem Fahrrad einholte, zu Boden riss und in einen nahen Graben zog. Dort soll er sie vergewaltigt und geschlagen haben, offenbar, um sie am Schreien zu hindern. Nach der Tat flüchtete der Jugendliche, wie der "Corriere della Sera" berichtet.
Die Frau sei unter Schock gestanden, habe jedoch noch einen Notruf absetzen können. Der Rettungsdienst sei kurze Zeit später eingetroffen. Laut Einsatzkräften war ihr Gesicht schwer gezeichnet – sie wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich dort zur Beobachtung.
Die Polizei durchsuchte umgehend das Zentrum Orione 80, in dem der 17-Jährige untergebracht war. Die Carabinieri beschlagnahmten dabei persönliche Gegenstände und Kleidungsstücke. Der Tatverdächtige wurde identifiziert und ins Jugendgefängnis Il Pratello nach Bologna gebracht.
Formigines Bürgermeisterin Elisa Parenti reagierte bestürzt: "Was geschehen ist, trifft uns zutiefst und hinterlässt Schmerz, Wut und Fassungslosigkeit", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. "Das ist ein schwerwiegendes Verbrechen, das wir mit aller Entschlossenheit verurteilen. Unser erster Gedanke gilt der Frau, ihrem Leid und ihrem Mut." Sie dankte den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen und kündigte an, den Schutz und die Prävention in der Gemeinde zu verstärken.