Telegram-Fälscher verkaufen noch immer Fake-Impfpässe

Seit Monaten kursieren diverse Telegram-Gruppen im Internet, die versuchen gefälschte Impfpässe zu verkaufen. Der Markt boomt gerade mehr denn je. 

Die Messenger-Plattform "Telegram" ist besonders bei Coronaleugner-Gruppen bekannt. Seit einiger Zeit kann man auf der App auch schon gefälschte Impfpässe kaufen –"Heute" berichtete. Die suspekten Foren gibt es auch noch Monate später. Und sie werden immer beliebter – fast 110.000 User befinden sich in nur einer dieser Gruppen. 

Zielgruppe sind die Impfgegner

Unter dem Motto "Wir schützen diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen" möchten unbekannte Telegrammer Jaukerlverweigerer vom Kauf eines gefälschten Impfnachweis überzeugen. 150 Euro zahlt man pro Fake-Pass – allerdings in Kryptowährung, nicht in Euro. 

Die unbekannten Verkäufer garantieren ihren Kunden, dass die Impfpässe alle offiziell unterschrieben, gestempelt und von Ärzten registriert wären. Die Pässe seien alle mit Astrazeneca oder BioNTech/Pfizer vermerkt, auf Wunsch könnten Impfgegner auch eine Fake-Drittimpfung anfordern. Auf Fotos in der Gruppe erkennt man diverse leere Impfpässe – in Form von gelben Heften oder A4-Blättern mit QR-Code, die auf Decken der Luxusfirma "Louis Vuitton" abfotografiert sind. 

Gefährlich und illegal

Am Mittwoch erreichten die Neuinfektionen in Österreich einen Hochstand. Täglich sterben Menschen am Coronavirus, die meisten von ihnen sind nicht geimpft. Sich gefälschte Impfpässe zu kaufen und potenziell andere anzustecken, ist also nicht nur gefährlich, sondern auch noch hochgradig illegal. Strafen für die Urkundenfälschung reichen in Österreich nämlich bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe. 

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