Die aufgesprühte Terror-Drohung an einer Mittelschule in Wien-Favoriten sorgt nun auch für politischen Wirbel. Nachdem Unbekannte über das Halloween-Wochenende eine erschreckende Botschaft am Schulgebäude hinterlassen hatten, meldet sich jetzt die Wiener FPÖ zu Wort.
Stadtrat und FPÖ-Sicherheitssprecher Stefan Berger fordert ein sofortiges Handeln der Stadt Wien und nimmt dabei Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) ins Visier.
"Die Terror-Drohung gegen eine Schule in Wien-Favoriten muss uns alle wachrütteln", erklärt Berger. Besonders die Sorgen der Eltern dürften nicht unterschätzt werden. "Kein Vater und keine Mutter sollte mit einer solchen Sorge leben müssen. Kein Kind darf Angst haben müssen, in die Schule zu gehen", so der Freiheitliche.
Berger fordert deshalb eine sofortige Sicherheitsüberprüfung an sämtlichen Wiener Schulen. Besonders gefährdete Standorte müssten besser geschützt werden. Zudem verlangt er eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Polizei und Staatsschutz.
Auch an Bildungsstadträtin Bettina Emmerling übt der FPÖ-Politiker deutliche Kritik. Sie müsse endlich konkrete Maßnahmen setzen, statt sich auf Ankündigungen und ein Integrationsleitbild zu verlassen. "Ein Integrationsleitbild allein wird weder Extremismus verhindern noch die Sicherheit unserer Kinder gewährleisten", kritisiert der Stadtrat.
Bei extremistischen Drohungen und Gewalt an Schulen brauche es aus Sicht der FPÖ eine klare Null-Toleranz-Linie. Verantwortliche müssten konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.
Hintergrund ist eine Drohbotschaft, die Unbekannte am Halloween-Wochenende im Eingangsbereich einer Mittelschule in Favoriten aufgesprüht hatten. Darauf war zu lesen: "Terror-Anschlag am Mittwoch Allah".
Die Schulleitung verständigte umgehend die Behörden und informierte die Eltern. Der Unterricht wird trotz des Vorfalls fortgesetzt.
Wie Polizeisprecherin Julia Schick gegenüber "Heute" bestätigte, wird wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und der gefährlichen Drohung ermittelt. Auch das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung wurde eingeschaltet. Wer hinter der Drohung steckt, ist bislang ungeklärt.