Nach einem anstrengenden Tag abends die Seele baumeln lassen: Das hat eine Frau am Hauptplatz der Landeshauptstadt getan – samt Töchterchen und Ehemann machte sie einen Abstecher in das beliebte Café Surace.
Zum Pinocchio-Becher für die Kleine, den Bananensplit für Papa und die eigenen zwei Kugeln Eis gönnte sich die Linzerin einen großen Holundersaft. "An warmen Tagen erfrischt mich nichts mehr als das", erklärt sie gegenüber "Heute".
Als der Kellner das kühle Getränk brachte, wurde die Kundin stutzig: "Auf dem Bon, den er mir samt meiner Bestellung gegeben hat, waren gerade einmal 1,70 Euro vermerkt. Ich hab' mich noch gefragt: 'Kann das stimmen?'"
Die Frau und der Nachwuchs ließen sich alles schmecken, der Vater nippte noch genüsslich an einem Aperitiv. Beim schlussendlichen Blick war die Freude ebenfalls groß: Dort stand der überraschend günstige Preis für den halben Liter dann noch einmal schwarz auf weiß.
Die SPÖ hatte zuletzt kostenloses Leitungswasser in Lokalen gefordert. OÖ-Wirtesprecher Gerold Royda ist daraufhin der Kragen geplatzt: Der streitbare Branchenvertreter sprach von einer "billigen Hetzkampagne".
Royda verwies auf die Fixkosten, die Gastronomen zu stemmen haben. Denn auch wenn aus der Leitung praktisch gratis Wasser sprudelt, müsse das Unternehmen dahinter finanziert werden. "Von null Euro Umsatz kann ein Betrieb nicht leben."