Hunderte Vorstellungen, 100.000 Besucher, eine Auslastung von 83 Prozent – aber bei diesem Stück konnte kaum jemand bis zum Ende durchhalten. Im Salzburger Landestheater war schon die Premiere von "Berlin Alexanderplatz" nicht ausverkauft. Die zweite Aufführung des Stücks endete im Debakel.
Denn da verließ laut "Kronen Zeitung" ein Großteil der Zuschauer in der Pause "fluchtartig" den Saal. Im Verlauf der zweiten Hälfte wurde es auch nicht besser, ganz im Gegenteil. Nur mehr ein gutes Fünftel der Plätze soll da noch besetzt gewesen sein. Die Anwesenheit einiger der wenigen Verbliebenden galt da auch nicht mehr dem Geschehen auf der Bühne, sondern ihrem Handy.
"Heute sind ja noch mehr Leute abgezogen als in der Premiere! So etwas habe ich noch nie erlebt!", berichtete eine Platzanweiserin der "Krone". Aber warum der Massen-Exodus? Den Besuchern war die Ausführung Gesprächen zufolge einfach zu langatmig und zu düster, das Konzept als Musiktheater kam auch nicht sonderlich gut an.