Haustiere

Hündin musste qualvoll vor Tierheim sterben

Vor dem Tierheim in Montabaur (DE) kam es am Wochenende zu einem grausamen Fund. Eine Hündin starb qualvoll vor den Tierheim-Mauern. 

Christine Kaltenecker
Eine Schäfermischlingshündin wurde viel zu kurz vor einem Tierheim angebunden und verlor den Todeskampf. 
Eine Schäfermischlingshündin wurde viel zu kurz vor einem Tierheim angebunden und verlor den Todeskampf. 
(Symbolbild) Getty Images/iStockphoto

Wir gehen jetzt einmal nicht davon aus, dass der folgende Todesfall mit Absicht zustande kam. Eine alte und wohl auch schon kranke Hündin wurde allerdings so eng und kurz vor dem Tierheim im deutschen Montabaur angebunden, dass sie bis zum Zeitpunkt ihrer Auffindung bereits erstickt oder erfroren war. Das Tierheim möchte ohne Hetzjagd nun auf die schlimmen und möglichen Schicksale von ausgesetzten Tieren aufmerksam machen. 

Kein Mucks zur Geisterstunde

Auch in Deutschland sind die Teuerungen spürbar und viele können sich das geliebte Haustier nicht mehr leisten. Gut möglich, dass die ca. 10 bis 15 Jahre alte Hündin ein liebevolles Zuhauses hatte, bis man sich die Tierarztkosten nicht mehr leisten konnte. Auch dort sind die Tierheime heillos überfüllt und viele können auch die Abgabe eines Tieres nicht mehr finanzieren. Da die kniehohe Mischlingshündin aber in einem Wäschekorb inklusive Decke und Kissen vor dem Tierheim abgegeben wurde, spricht es eher für einen Unfall, weshalb die Tierpfleger auch appellieren: 

"Lassen sie kein Tier bei dieser Kälte angebunden zurück und wenn, dann wenigstens zu Uhrzeiten, bei denen wenige Zeit später Mitarbeiter vor Ort sein werden. Melden Sie sich anonym bei der Polizei, damit diese das Tier in den witterungsgeschützten Sicherungsräumen der Tierheime unterbringen kann. Es gibt so viele Wege, solch ein Schicksal zu vermeiden."

Babyklappe fürs Tierheim

Sehr vorbildlich möchte das Tierheim nun reagieren und eine Art "Babyklappe" für Haustiere einrichten und jeden Winkel vor den Toren und Mauern mit Kameras einfangen, um solch ein Schicksal zu vermeiden. Die arme Hündin wird nun auch einer Obduktion unterzogen, um die wirkliche Todesursache herauszufinden. Auch in Österreich ist das Aussetzen von wehrlosen Haustieren leider keine Seltenheit, auch wenn diese Form von Tierquälerei bis zu 7.500 Euro Strafe nach sich ziehen kann.