Blau statt Weiß! Formel-1-Weltmeister Max Verstappen kommt beim Österreich-GP mit einem neuen Helmdesign daher – und setzt ein klares Signal.
Zum Red-Bull-Heimrennen in Spielberg (Sonntag, 15 Uhr) zeigt sich der dreifache Champion nicht nur sportlich in Topform, sondern auch optisch im neuen Look: Statt der gewohnten weißen Grundfarbe dominiert diesmal ein tiefes Dunkelblau, kombiniert mit kräftigen orangenen Akzenten.
Ein klarer Bruch mit der Tradition. Zumindest das Orange ist leicht erklärt: Beim zum Heim-Grand-Prix seines Teams werden traditionell viele Oranjes aus seiner Heimat den Niederlanden erwartet.
Verstappen zu Mercedes? Gerüchte nehmen Fahrt auf
Mit dem Österreich-GP nimmt auch die "Silly Season" wieder Fahrt auf – jene Zeit im Formel-1-Kalender, in der sich Gerüchte, Vertragsverhandlungen und Zukunftspläne überschlagen. Und mittendrin: Max Verstappen.
Der Niederländer steht offiziell noch bis 2028 bei Red Bull unter Vertrag. Doch in der Formel 1 sind Verträge bekanntlich dehnbar – vor allem, wenn sogenannte Leistungsklauseln greifen. Teamchef Christian Horner deutete bereits an, dass solche Passagen in Fahrerverträgen üblich seien und Entscheidungen oft "rund um den Sommer" konkret würden. Viel wichtiger als ein Stück Papier sei das gegenseitige Vertrauen.
Doch genau dieses Vertrauen wurde zuletzt durch interne Machtkämpfe und politische Spannungen im Red-Bull-Kosmos strapaziert – auch wenn Horner betont, das Verhältnis zu Verstappen sei "solide". Die Konkurrenz aber wittert ihre Chance. Allen voran: Mercedes.
Wolff hält Tür offen – Russell muss warten
Mercedes-Teamchef Toto Wolff macht kein Geheimnis daraus, dass er Verstappen seit Jahren auf dem Zettel hat. Und während George Russell bei den Silberpfeilen eigentlich als gesetzt gilt, bleibt seine Zukunft nach 2025 offiziell offen.
"Es gab bislang keine konkreten Gespräche, weil wir andere Prioritäten haben – nämlich das Auto schneller zu machen", so Russell zuletzt in Kanada. Sein Ziel sei klar: bleiben. Und auch Wolff soll laut Russell dasselbe im Sinn haben. Doch ein unterschriftsreifer Vertrag liegt (noch) nicht auf dem Tisch.
Im Hintergrund könnte sich längst eine größere Strategie abzeichnen: Sollte sich für 2026 tatsächlich eine realistische Chance auf Verstappen ergeben, würde Mercedes kaum Nein sagen – selbst wenn das Russell oder Supertalent Kimi Antonelli betrifft.
Risiko oder notwendiger Coup?
Verstappen im Mercedes – das wäre nicht nur ein sportliches Ausrufezeichen, sondern auch eine strategische Vorsichtsmaßnahme. Denn ein Wechsel zu Aston Martin, wo Design-Guru Adrian Newey ab 2025 an Bord ist, würde Verstappen möglicherweise zu einem übermächtigen Gegner machen. Und das will man in Brackley um jeden Preis verhindern.
Noch ist alles Spekulation. Doch mit einem dunklen Helm, einem auffällig ruhigen Verstappen – und jeder Menge Unruhe hinter den Kulissen – ist klar: Der Österreich-GP wird auch abseits der Strecke hochspannend.