In den USA sorgt der Fall um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weiter für heftige Diskussionen. Noch immer wurden zahlreiche der sogenannten Epstein-Files nicht veröffentlicht. Manche Dokumente wurden der Öffentlichkeit nur geschwärzt präsentiert.
Vor allem im Lager der US-Demokraten macht sich diesbezüglich Unmut breit. So wandte sich beispielsweise Jamie Raskin mit einem Brief an Vizejustizminister Todd Blanche. Der Demokrat verlangt die ungeschwärzte Veröffentlichung aller Dokumente.
Seinen Vorstoß begründet er laut einem Bericht von "20 Minuten" damit, dass das Justizdepartement im Besitz von über sechs Millionen Seiten sei. Davon wurde jedoch nur etwa die Hälfte veröffentlicht. Des Weiteren seien über 200.000 Seiten bearbeitet oder zurückgehalten worden.
Von Blanche erhielt der Demokrat jedoch prompt eine Absage. Ihm zufolge sei die Sichtung und Überprüfung der Epstein-Akten mit den am 30. Jänner veröffentlichten Dokumenten endgültig beendet. Das Justizministerium sei seiner Verpflichtung nachgekommen, hieß es weiter.
Gleichzeitig gab der Vizejustizminister zu, dass längst nicht alle Unterlagen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Begründet wurde dies damit, dass Gesetze die Zurückhaltung einiger Dokumente stützen würden. Blanche verwies hier auf den Opferschutz.
So seien etwa Kinderpornografie sowie Gegenstände, die laufende Untersuchung des Bundes gefährden würden, von der Veröffentlichung ausgeschlossen. Zudem wurden Bilder "von Tod, körperlicher Misshandlung oder Verletzungen" nicht herausgegeben.