Nach dem tödlichen Unfall von Ex-Teamspieler Alexander Manninger (†48) verdichten sich erste Hinweise auf eine mögliche Ursache. Der frühere Torhüter war am Donnerstagmorgen an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug erfasst worden. Wie nun bekannt wurde, war die Bahnstrecke wenige Tage zuvor noch gesperrt gewesen.
Möglicherweise ging Manninger davon aus, dass dort weiterhin kein Zugverkehr stattfand. Der ehemalige Nationalspieler, der unter anderem für Augsburg und Liverpool aktiv war, war an diesem Morgen mit seinem VW Multivan unterwegs zu einem seiner Lieblingsplätze dem Pabinger See. Dort wollte er angeln, die Saison hatte gerade erst begonnen.
In der Region nördlich von Salzburg kannte sich der 48-Jährige bestens aus. Auch die Bahnstrecke ist vom Auto aus gut einsehbar. Ein ortskundiger Fischer berichtet, Manninger sei regelmäßig zum Angeln gekommen. "Er muss wohl in Gedanken gewesen sein", so seine Einschätzung.
Laut einer Sprecherin der Salzburg AG war die Strecke zwischen 28. März und 6. April gesperrt. In diesem Zeitraum fuhren keine Züge. Hintergrund sind umfangreiche Modernisierungsarbeiten unter anderem neue Oberleitungen, breitere Bahnsteige sowie langfristig ein zweites Gleis. Ob Manninger deshalb davon ausging, dass weiterhin kein Zugverkehr herrscht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.