Sie wusste, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt – aber diesen einen Moment wollte sie noch erleben. Martina (37), schwer krank und auf der Palliativstation, hatte nur einen großen Wunsch: Sie wollte ihre Tochter (12) bei ihrem ersten Schau-Turn-Wettbewerb sehen.
Der Verein "Rollende Engel" erfüllte ihr diesen Herzenswunsch. Ehrenamtliche holten Martina direkt aus dem Krankenhaus ab – geschwächt, aber voller Vorfreude. In der Turnhalle herrschte bereits reges Treiben, mehr als 250 Kinder waren gekommen. Martina wurde mit der Trage mitten ins Geschehen gebracht – so nah wie möglich zu ihrer Tochter.
Der Verein "Rollende Engel" erfüllt seit Jahren letzte Herzenswünsche.
Spenden an die Organisation sind jederzeit willkommen:
Raiffeisenbank Wels
IBAN: AT79 3468 0000 0303 9500
Weitere Informationen: rollende-engel.at
Dann der Augenblick, auf den beide gewartet hatten: Die Zwölfjährige entdeckte ihre Mama. Aufgeregt, nervös – und überglücklich. Sie turnte, sprang und zeigte voller Stolz ihr Können. Am Ende reichte es für Platz neun. Für Martina und ihren Mann war es ein unbeschreiblicher Moment.
Doch Martina hatte noch einen letzten Wunsch. Sie wollte noch einmal zu ihrem Pferd, einem Haflinger, der sie über Jahre begleitet hatte. Am Abend ging es zum Bauernhof. Es war bereits dunkel, doch das Tier kam sofort zu ihr. Martina streichelte es, fuhr ihm durch die Mähne – ein stiller, intensiver Abschied.
Zurück im Krankenhaus war sie erschöpft, aber glücklich. Immer wieder bedankte sie sich für diesen Tag. Neun Tage später schloss Martina für immer die Augen. "Unsere Anteilnahme gilt allen Angehörigen!", verabschiedet sich der Verein auf Facebook.