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Tödliches Virus breitet sich an Adria-Stränden aus

Das West-Nil-Virus breitet sich in umliegenden Ländern immer weiter aus: Es gibt auch bereits ein erstes Todesopfer zu beklagen.

Heute Life
An den italienischen Adria-Stränden breitet sich das West-Nil-Virus immer häufiger aus. (Symbolbild)
An den italienischen Adria-Stränden breitet sich das West-Nil-Virus immer häufiger aus. (Symbolbild)
Getty Images

Immer mehr Regionen in unseren Nachbarländern kämpfen gegen die sich ausbreitende Gefahr: Der Klimawandel bringt es mit sich, dass sich immer mehr Tropenkrankheiten in unseren Breitengraden "wohlfühlen". Nach Angaben des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) haben sich in diesem Jahr bereits 31 Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert. Eine Person ist daran gestorben.

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    Was auf den ersten Blick recht unscheinbar aussieht, macht Medizinern Sorgen: das West-Nil-Virus.
    Was auf den ersten Blick recht unscheinbar aussieht, macht Medizinern Sorgen: das West-Nil-Virus.
    CDC/Cynthia Goldsmith/PD

    Wie "Südtirolnews" berichtet, hat sich auf der beliebten Urlaubsinsel Sardinien ein 51-jähriger Mann mit dem potentiell tödlichen Virus infiziert. Er liegt derzeit mit Symptomen, die denen einer Hirnhautentzündung (Enzephalitis oder Meningoenzephalitis) ähneln, im Spital von San Martino in Oristano. Sein Zustand soll stabil sein. Bereits im August gab es laut Medienbericht einen ersten Fall.

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    Ausbreitung entlang beliebter Urlaubsstrände

    Das West-Nil-Virus kommt über Stechmücken, die zuvor an infizierten Vögeln gesaugt haben, zum Menschen oder anderen Tieren. Bei 80 Prozent verläuft die Infektion ohne Symptome, nur rund jede 150. infizierte Person erkrankt schwer. Dann kann der Virus aber sogar lebensbedrohlich werden. Vor allem gebrechliche und ältere Menschen ab 50 Jahren haben das größte Risiko zu erkranken. 

    Alleine in der Region um Venedig und den bei Österreichern besonders beliebten Urlaubsstränden an der nördlichen Adria wurden zuletzt zahlreiche Falle des West-Nil-Virus dokumentiert. Auch in Griechenland, Ungarn, Rumänien, Serbien und Zypern wurden laut ECDC bereits mehrere Menschen infiziert. 

    Die Befürchtung: Irgendwann könnte der Erreger den Sprung über die Alpen schaffen. Noch ist das Risiko, sich in Österreich mit dem West-Nil-Virus anzustecken, sehr gering, doch auch heimische Stechmücken sind in der Lage den Erreger zu übertragen. Die anhaltende Hitze, trägt ihr übriges zur Verbreitung der Tropenkrankheit bei.

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