Top-Biologe: "Sind vielleicht erst bei der Hälfte"

Josef Penninger könnte mit einem Corona-Medikament für einen Durchbruch im Kampf gegen die Pandemie gesorgt haben.
Josef Penninger könnte mit einem Corona-Medikament für einen Durchbruch im Kampf gegen die Pandemie gesorgt haben.Mag. Sebastian Reich / Verlagsgruppe News / picturedesk.com
Austro-Genetiker und Biologe Josef Penninger glaubt nicht, dass wir uns im "Corona-Marathon" schon auf der Zielgeraden befinden. 

Seit über einen Monat werden Menschen auf der ganzen Welt schon gegen das Coronavirus geimpft. Dennoch wird es wohl noch Monate dauern, bis es eine Normalität, wie wir sie vor der Corona-Pandemie kannten, geben wird. Lockdowns und Öffnungen wechseln einander ab. In Österreich stehen die Zeichen, wie berichtet, darauf, dass eine Phase der Öffnung und Lockerungen erneut unmittelbar bevorsteht. 

Auch ein Medikament gegen das Coronavirus, das von Josef Penninger und seinem Team an der Universität in Vancouver entwickelt wurde, könnte schon in Kürze seinen Teil dazu beitragen, dass dem Coronavirus langfristig der Garaus gemacht wird. Wie berichtet, hofft der Molekularbiologe auf eine baldige Zulassung seines Medikaments. In einem Interview mit der "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe)  berichtet der Genetiker, dass sein Medikament bereits in Österreich zum Einsatz kam. Christoph Wenisch, habe es einer "Patientin, die schon schwer erkrankt" war, verabreicht, so Penninger. 

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Endlich verständlich: Das geschieht bei einer Virus-Mutationnetdoktor

Medikament wirkt auch bei Mutationen

Penninger, der sich nach einem Heimat-Trip in Österreich nun wieder in Kanada befindet, berichtet über den harten Lockdown in Österreich, dass ihm aufgefallen sei, dass auf den Straßen "gleich viel los wie immer" gewesen sei. Über härtere Maßnahmen sagt er: "Es würde schon reichen wenn sich die Leute an bestehende Maßnahmen halten würden".

Was die nun im Umlauf befindlichen Mutationen betrifft, ist sich der 56-Jährige sicher, dass das von ihm entwickelte Medikament wirksam ist. Für Antikörpermedikamente seien Mutationen allerdings eine "größere Gefahr". In Richtung Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) richtet der Wissenschaftler mahnende Worte. Auf die Frage, ob man sich, wie vom Politiker zuletzt geäußert, schon auf den letzten zehn Kilometern des Marathons befinde, sagt Penninger im Talk mit Edda Graf: "Dazu will ich lieber keine Prognosen wagen. Vielleicht sind wir ja auch erst bei der Hälfte". 

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