Pension jahrelang bezogen

Tote Frau im Keller – Bürgermeister deckt Betrug auf

In Niederbayern soll eine 82-Jährige den Tod ihrer Mutter verheimlicht und weiter ihre Pension kassiert haben. Ermittler fanden die Leiche im Haus.
Newsdesk Heute
16.02.2026, 17:46
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Ein geplanter Geburtstagsbesuch führte in Ruhmannsfelden (Niederbayern) zu einem schockierenden Fund: Eine 82-Jährige soll die mumifizierte Leiche ihrer Mutter jahrelang im Keller ihres Hauses verborgen haben.

Der Fall flog auf, als Bürgermeister Werner Troiber der 1922 geborenen Frau zum 103. Geburtstag gratulieren wollte. Schon zu früheren Jubiläen war es nie zu einem Treffen gekommen – die Tochter hatte Besuche abgesagt und erklärt, ihre Mutter sei krank.

Zum 103. Geburtstag teilte sie schließlich mit, die Mutter sei bereits zwei Jahre zuvor in Tschechien gestorben. Der Bürgermeister wurde misstrauisch und informierte am 30. Dezember die Staatsanwaltschaft.

Anfang Februar durchsuchte die Polizei die Doppelhaushälfte und entdeckte im Keller die stark mumifizierte Leiche. Die Tochter soll weiterhin im Obergeschoss gelebt haben. Eine Obduktion konnte die Todesursache nicht klären. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es laut Polizei nicht, wie die "Bild" berichtet.

Ermittlungen eingeleitet

Die Krankenversicherungskarte der Mutter wurde laut Ermittlern seit mehr als zehn Jahren nicht genutzt. Trotzdem soll weiterhin eine Rente von rund 1500 Euro monatlich auf ihren Namen geflossen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Betrugs.

Die 82-Jährige befindet sich inzwischen in Behandlung in einer Fachklinik.

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