Grausiger Fund an Grenze

Totes Baby abgelegt – jetzt steht Familie vor Gericht

Ein totes Neugeborenes wurde im Jänner an der Grenze in Nickelsdorf entdeckt. Nun müssen sich die 17-jährige Mutter und vier Verwandte verantworten.
20.10.2026, 08:42
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Der schreckliche Fund eines toten Babys am Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland sorgte im Jänner für Entsetzen. Nun kommt Bewegung in den Fall: Am 21. und 22. Oktober (Mittwoch und Donnerstag) müssen sich fünf Familienmitglieder vor dem Landesgericht Eisenstadt verantworten. Unter den Angeklagten befindet sich auch die erst 17 Jahre alte Mutter des getöteten Mädchens.

Der Teenagerin wird die Tötung eines Kindes bei der Geburt vorgeworfen. Ihre vier Verwandten sind wegen Beteiligung an einem Mord angeklagt. Alle fünf sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

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Baby in Tragetasche an Grenze zurückgelassen

Laut den Ermittlungen soll die Familie gemeinsam in einem Kleinbus unterwegs gewesen sein. Am Grenzübergang Nickelsdorf soll die 17-Jährige kurz ausgestiegen sein, um ihr totes Baby in einer Tragetasche abzulegen.

Ihre Angehörigen sollen dabei geholfen haben. Die Mutter, die Schwester, der Bruder und der Schwager der Jugendlichen sollen unter anderem aufgepasst und Spuren am Tatort beseitigt haben.

Am 18. Jänner 2026 entdeckten Reisende schließlich das tote Neugeborene. Die anschließende Obduktion brachte eine erschütternde Erkenntnis: Das kleine Mädchen war lebend zur Welt gekommen und durch Fremdeinwirkung gestorben. Als Todesursache stellten die Gerichtsmediziner ein Schädel-Hirn-Trauma fest.

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Verdächtige in mehreren Ländern festgenommen

Nach dem Fund liefen umfangreiche Ermittlungen. Mitte Februar wurden zunächst vier Verdächtige festgenommen. Die 17-jährige Mutter und zwei weitere Rumäninnen konnten in Deutschland ausgeforscht und nach Österreich überstellt werden. Ein männlicher Verdächtiger wurde in Rumänien festgenommen.

Mitte Mai gelang es den Ermittlern schließlich, auch den fünften Verdächtigen in Deutschland auszuforschen.

Urteil könnte bereits am Mittwoch fallen

Für den Prozess am Landesgericht Eisenstadt sind vorerst zwei Verhandlungstage vorgesehen. Am Dienstag, dem 21. Oktober, und Mittwoch, dem 22. Oktober, wird jeweils von 9 bis 18 Uhr im größten Gerichtssaal verhandelt.

Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, könnte bereits am zweiten Verhandlungstag ein Urteil fallen. Für alle fünf Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

red, 20.10.2026, 08:42
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