Bereits 135 Festnahmen

Tränengas-Eskalation in Lyon – ganz Frankreich zittert

Frankreich kommt nicht zur Ruhe: Erneut wird landesweit protestiert. In Lyon kam es bereits zum Einsatz von Tränengas.
24.10.2026, 17:22
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Die Lage in Frankreich bleibt angespannt. Nach Plünderungen, Zerstörungen und Krawallen in den vergangenen Wochen, kommt es am Samstag im ganzen Land erneut zu Protesten. In mehreren Städten gibt es Versammlungsverbote für bestimmte Zonen während etwa in Paris Demos stattfinden.

In der französischen Hauptstadt wurden der Louvre und Metro-Stationen geschlossen. Auch der Élysée-Palast wurde abgesichert. Es stehen 70.000 Sicherheitskräfte, Hubschrauber, Wasserwerfer und gepanzerte Fahrzeuge im Einsatz. Bereits vor 13 Uhr wurden 135 Menschen festgenommen.

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Erste Krawalle

Während es in Nizza – dort sind Versammlungen laut Präfektur verboten – Polizeikräfte, Gendarmen und Spezialeinheiten im Stadtzentrum eingesetzt wurden, hatten die Kollegen in Lyon offenbar schon alle Hände voll zu tun.

Wie die "Krone" berichtet, wurden dort bereits erste Krawalle gemeldet. Es kam zum Einsatz von Tränengas seitens der Polizei. Aufnahmen davon kursieren bereits im Netz. Zahlreiche Personen befürchten eine weitere Eskalation.

"Kann ekelhaft werden"

Gegenüber der "Bild" sprach ein Rechtsanwalt vor einer möglichen Überreaktion der Polizei. Ihm zufolge wolle der Staat nun Stärke zeigen. Der Jurist befürchtete somit Gewaltausschreitungen. Auch in Orléans, wo Rechtsextreme eine Demo angekündigt hätten, könnte es wild zugehen, so der Anwalt. Linksextreme hätten Gegenprotest angekündigt.

Auch den Einsatz der Armee in Paris sieht der Mann kritisch. Die Soldaten würden "die Demonstranten als feindliche Kämpfer betrachten". Dies könne "ekelhaft werden", betonte der Jurist.

In den Städten Nancy, Metz, Besançon, Belfort, Rouen, Le Havre, Toulon und Limoges wurden Demonstrationen verboten. An letzterem Ort wurde am 17. Oktober das Rathaus in Brand gesetzt. Seitens der Gelbwesten sind 700 Aktionen, davon 500 Demos im ganzen Land geplant.

red, 24.10.2026, 17:22