Historische Bauwerke

Trafik, Kran und Hundertwasserhaus unter Denkmalschutz

Nicht nur bekannte Gebäude stehen in Wien unter Denkmalschutz, auch ein Verladekran am Handelskai wurde 2025 unter Schutz gestellt.
Wien Heute
04.01.2026, 21:13
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Sieben Bauwerke sind 2025 in Wien neu unter Denkmalschutz gestellt worden — darunter prominente Architektur, technische Infrastruktur und ein historischer Kiosk. Zu den geschützten Objekten zählen das weltbekannte Hundertwasserhaus in Wien-Landstraße, eine Doppelvilla von Josef Hoffmann, eine Jugendstil-Trafik sowie ein Verladekran am Handelskai.

Außergewöhnlicher Gemeindebau unter Schutz

Das Hundertwasserhaus an der Ecke Löwengasse/Kegelgasse wurde zwischen 1983 und 1985 nach den Bauideen von Friedensreich Hundertwasser gemeinsam mit dem Architekten Josef Krawina errichtet. Rund 150 Menschen leben in dem außergewöhnlichen Gemeindebau mit bunter, begrünter Fassade und unebenen Böden.

Vom Bundesdenkmalamt heißt es, das Gebäude "stellt als künstlerische Sonderform ein wichtiges Dokument innerhalb des sozialen Wohnbaus der Gemeinde Wien dar", wie der ORF berichtet. Es zeige die postmoderne Wende weg vom Funktionalismus hin zu einem "menschen- und naturfreundlichen" Bauen. Das Hundertwasserhaus samt Vorplatzgestaltung sei von internationaler künstlerischer Bedeutung — zahlreiche weitere Hundertwasser-Bauten weltweit folgten.

Döblinger Villa geschützt

Ebenfalls unter Schutz gestellt wurde eine Doppelvillenanlage auf der Hohen Warte in Döbling, die von Josef Hoffmann für die Secessionskünstler Koloman Moser und Carl Moll geplant wurde. Sie sollte ursprünglich den Auftakt einer Künstlerkolonie bilden.

Trafik in Jugendstil-Pavillon

Nicht nur große Bauwerke gelten als schützenswert: Auch eine Jugendstil-Trafik am Schlickplatz vor der Rossauer Kaserne steht nun unter Denkmalschutz. Der kleine Pavillon aus den Jahren 1904 bis 1908 ist zwar seit Jahren geschlossen — abgerissen werden kann er nun aber nicht mehr.

Auch Kran mit dabei

Ein weiteres Objekt ist ein historischer Verladekran am Wiener Handelskai, der als technisches Relikt erhalten bleibt. In der Begründung des Bundesdenkmalamts heißt es: "Der gegenständliche Verladekran ist am Wiener Handelskai an der Kaimauer das letzte Dokument der Verladeeinrichtungen des Wiener Stromhafens, vermutlich vom Anfang des 20. Jahrhunderts." Der Verladekran sei ein exemplarisches Dokument dieses technischen Objekttyps in Österreich.

Zusätzlich wurden 2025 unter Denkmalschutz gestellt: das ehemalige Gasthaus "Zur Goldenen Glocke" in Margareten, ein Bürgerhaus in der Wasagasse 19 im Alsergrund sowie die evangelische Weinbergkirche in der Börnergasse in Döbling.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.01.2026, 21:13
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen