In den Siebziger- und Achtzigerjahren war es für viele Menschen ohne eigenes Auto völlig normal, per Anhalter zu fahren. Heute sind es vor allem Rucksacktouristen, die mit dem Daumen am Straßenrand stehen.
Wer im Urlaub trampen möchte, sollte sich jedoch vorher gut informieren. Denn nicht in jedem Land ist diese Art zu reisen erlaubt - und mancherorts drohen saftige Strafen.
Wie chip.de berichtet, ist Trampen in Singapur komplett verboten. Fahrgemeinschaften dürfen nur über lizenzierte Stellen vermittelt werden. Wer privat einen Anhalter mitnimmt, muss mit einer Geldstrafe von mehreren hundert Euro rechnen.
In einigen Ländern wie Rumänien, Mexiko und Indien ist das Trampen zwar erlaubt. Allerdings gehen die Fahrer dort davon aus, dass man sie bezahlt oder sich zumindest am Benzingeld beteiligt.
Auch in Österreich gibt es Einschränkungen: Hier darf man je nach Region erst ab 14 bzw. 16 Jahren trampen. In Deutschland ist es grundsätzlich erlaubt, allerdings muss man sich an die Straßenverkehrsordnung halten.
Das genaue Gegenteil gibt es in Kuba und den Niederlanden. Dort wird Trampen staatlich gefördert. Auf Kuba gibt es sogar offizielle Vermittler, die beim Anhalten von Autos helfen.
In Den Haag wurde im Oktober 2024 die erste sogenannte "Liftershalte" aufgestellt - eine offizielle Haltestelle für Tramper in Autobahnnähe, die Anhaltern hilft, besser gesehen zu werden.