Tragödie von Crans-Montana

Trauer um Janis Martin – sie galt als "familienlos"

Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana herrscht große Betroffenheit: Janis Martin (33) wurde als letztes französisches Opfer identifiziert.
Newsdesk Heute
12.01.2026, 07:44
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Am Sonntagabend kam für die Familie die traurige Gewissheit. Nach unzähligen Anrufen bei Spitälern in der Schweiz, Frankreich und Deutschland erhielt ihre Tante Katia Bauthamy die Nachricht: Janis hat die Flammenhölle von Crans-Montana nicht überlebt. Die Schweizer Behörden hatten laut "20 Minuten" anfangs Schwierigkeiten, die Angehörigen der jungen Frau ausfindig zu machen. Deshalb wurde sie zunächst als „ohne Familie“ geführt.

Tante erinnert sich an rührenden Moment

"Doch Janis hatte eine Familie", betont ihre Tante Katia gegenüber einer französischen Zeitung. Janis‘ Mutter starb, als sie erst zwei Jahre alt war. Die aus dem Département Val-d’Oise stammende Frau wurde daraufhin von Tante und Onkel aufgezogen. "Ich erinnere mich an einen Moment, als sie ganz klein war und mich fragte, ob sie mich Mama nennen dürfe. Ich antwortete ihr, dass sie eine Mama habe, die immer an sie denke", erzählt Katia sichtlich bewegt.

Vor drei Jahren zog Janis nach Crans-Montana und arbeitete dort im Service. Ihre Cousine Noélie berichtet, sie habe sich anfangs keine großen Sorgen gemacht, obwohl sie wusste, dass Janis im „Le Constellation“ gewesen sei. "Sie antwortete nicht auf meine Nachrichten, aber das war typisch für sie – manchmal meldete sie sich erst zwei Wochen später", sagt ihre Cousine.

Janis träumte von Kindern und neuen Abenteuern

Janis reiste für ihr Leben gern. "Wenn du nicht reist, siehst du nichts", sagte sie immer zu ihrer Cousine Noélie. Sie war begeisterte Reiterin und Heavy-Metal-Fan. Im Laufe ihres Lebens arbeitete sie nicht nur als Kellnerin, sondern auch als Managerin in einem Casino. "Sie hat in 33 Jahren 33 Leben gelebt", bringt es ihre Tante auf den Punkt. In Crans-Montana fühlte sie sich immer mehr zuhause. Doch das Silvester-Inferno beendete ihr Leben abrupt. Noch vor zwei Wochen sprach sie laut Noélie offen über ihren Kinderwunsch und wollte sich einen Van kaufen, um wieder auf Abenteuerreise zu gehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.01.2026, 10:54, 12.01.2026, 07:44
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen