Bei der Olympia-Generalprobe auf der Normalschanze von Predazzo kam Österreichs beste Skispringerin am Donnerstagabend im zweiten Durchgang des Sommer-Grand-Prix zu Sturz. Pinkelnig, zu diesem Zeitpunkt auf Platz zehn liegend, verkantete ihren Ski nach der Landung und stürzte auf die Matten. Die 37-jährige Vorarlbergerin rutschte den Auslauf hinunter, blieb liegen und griff sich sofort ans linke Nie. In der TV-Übertragung waren laute Schmerzensschreie der Vorarlbergerin zu hören gewesen. Schon da gab es schlimmste Befürchtungen.
Und die bewahrheiteten sich bei einer MRT-Untersuchung in Innsbruch, die Pinkelnig noch am späten Donnerstagabend machte. Österreichs Paradespringerin erlitt bei ihrem Sturz einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie, sowie einen Riss des Innen- und Außenmeniskus. Hinzu kommt noch ein Knorpelschaden, wie Österreichs Skiverband am Freitagvormittag mitteilte. Pinkelnig werde noch im Laufe des Freitags in Hochrum operiert.
Besonders bitter für die 37-Jährige: Pinkelnig verpasst die gesamte bevorstehende Saison, inklusive der Olympischen Winterspiele. Die Skisprung-Bewerbe steigen im Februar auf der Schanze in Predazzo.
Mit 16 Weltcupsiegen, 47 Stockerlplatzierungen, dem Triumph im Gesamtweltcup 2022/23 und fünf WM-Silbermedaillen ist die 37-jährige Vorarlbergerin eine der besten Springerinnen der Welt und galt als ganz große rot-weiß-rote Medaillenhoffnung für die Olympischen Winterspiele.