Eine Tankstelle am Margareten Gürtel in Wien sorgt seit Monaten für Schlagzeilen. Immer wieder werden dort Kunden wegen vermeintlichen Besitzstörungen zur Kasse gebeten. Wer länger dort länger als 15 Minuten steht, oder gar Essenoder einen Kaffeekonsumiert, muss 180 Euro bezahlen. Wer das nicht tut, dem wird mit einer Besitzstörungsklage gedroht.
Vor rund zwei Wochen sollte Marcel S. (16) die geforderte Summe bezahlen, weil er sein Moped am Tankstellengelände putzte - "Heute" berichtete. Peter Kretzschmar, BP-Pressesprecher, verwies damals gegenüber "Heute"an die Parkraumüberwachungsfirma T1. Er selbst konnte auf einzelne Reklamationen nicht eingehen. Um sich weitere Probleme mit den Tankstellenbetreibern zu ersparen, überwies der 16-Jährige die 180 Euro und ging davon aus, dass die Sache damit erledigt wäre.
Doch nur wenige Tage später bekam es die nächste Geldforderung zugeschickt. Diesmal kam der Brief allerdings von einem Anwalt, der gleich 290 Euro abkassieren wollte und ein weiteres Mal mit einer Besitzstörungsklage drohte. Das Putzen des Mopeds sollte den Teenager also insgesamt 470 Euro kosten.
Marcel S. entschied sich also, das Problem ein für allemal aus der Welt zu schaffen und setzte sich mit dem Anwalt in Verbindung. "Ich habe der Kanzlei per E-Mail meine Zahlungsbestätigung geschickt. Nun sehen sie von der 290-Euro-Forderung ab", erzählt der Teenie im "Heute"-Gespräch abschließend.