Draußen ist es grau, kalt und irgendwie noch weit weg vom Frühling, doch genau jetzt kannst du dir schon ein kleines Stück Grün nach Hause holen: Im Jänner ist die Gartensaison nicht komplett auf Pause. Auf der hellen Fensterbank oder in einer Schale am Küchenfenster lassen sich einige Kräuter schon jetzt aussäen. Das Beste daran: Du brauchst dafür weder Garten noch Geduld – nur ein bisschen Licht, Feuchtigkeit und Lust auf frische Würze.
Basilikum im Jänner? Ja, aber nur drinnen und am besten an einem richtig hellen Platz. Die Pflanze ist ein dankbares Fensterbank-Kraut, wenn die Bedingungen passen. Die Samen werden nur leicht bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Zugluft und kalte Fensterbänke sind eher seine Endgegner – dann wächst es schnell schwach und mickrig.
Kresse ist der perfekte Start, wenn du sofort Erfolg bei deinem Mini-Garten sehen willst: Ein flaches Gefäß, etwas Watte, Küchenpapier oder Erde reichen völlig aus. Die Samen werden nicht mit Erde bedeckt, sondern nur leicht angedrückt. Wichtig ist ein heller Standort und gleichmäßige Feuchtigkeit – austrocknen sollte sie nicht, Staunässe braucht sie aber auch nicht. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich das erste Grün.
Petersilie ist ein Klassiker – und im Winter besonders praktisch, wenn du nicht ständig frische Stängel kaufen willst. Sie braucht etwas Geduld, weil die Samen oft länger keimen. Mit lockerer Erde, einem hellen Platz und gleichmäßig feuchtem Substrat klappt es aber auch im Jänner gut. Zu heiß sollte es allerdings nicht sein, daher lieber nicht direkt über dem Heizkörper platzieren.
Schnittlauch ist ein echtes Alltagskraut, das in keiner Küche fehlen sollte. Er braucht einen etwas tieferen Topf und nährstoffreiche Erde. Viel Licht und regelmäßiges Gießen sind Pflicht – dann wächst er zuverlässig nach. Wenn du ihn immer wieder erntest, bleibt er kräftig und treibt ständig neu aus.
Feldsalat ist der leise Held unter den Wintergrünen: Er mag es eher kühl, wächst langsamer als andere Kräuter, dafür aber konstant und robust. Ein breiter Topf mit lockerer Erde, die Saat nur leicht bedecken und dann einfach Zeit geben. Wichtig ist ein heller Standort, aber ohne direkte Heizungsluft, sonst trocknet er schnell aus.
Rucola klappt im Winter besonders gut im Topf und bringt sofort Frische in schwere Wintergerichte: Er braucht ein Gefäß mit etwas Tiefe und lockere Erde. Die Samen werden leicht mit Erde bedeckt, danach heißt es: gleichmäßig feucht halten und hell stellen. Direkte Hitze mag er nicht. Wenn du ihn regelmäßig schneidest, treibt er zuverlässig nach – und du kannst ihn mehrfach ernten.