Wenn die Welt wackelt, zieht es Vermögende dorthin, wo Ruhe, Sicherheit und Natur warten. Genau das passiert jetzt in Österreich. Luxusimmobilien am Land sind wieder heiß begehrt. Was schon in den Corona-Jahren begann, kehrt seit Mitte 2025 mit voller Wucht zurück: Raus aus den Städten, rein in die Idylle.
Besonders gefragt: Villen am See, Anwesen mit viel Grund und Häuser, die im Notfall autark funktionieren. Auch Luxus-Chalets in Top-Skigebieten ziehen wieder an, wenn auch vorsichtiger.
"Die Nachfrage ist da – aber der Markt wird gebremst", sagen Benedikt Gabriel und Bernd Gabel-Hlawa, Gründer der Plattform PREMIUM-LIVING. Schuld seien die aktuell "unglücklich ausgelegten Freizeitwohnsitzregelungen". Übersetzt: Viele wollen kaufen, dürfen aber nicht.
Was als "unglücklich" für reiche Ausländer gilt: Die Freizeitwohnsitzregelungen bestimmen in Österreich, wer eine Immobilie nicht als Hauptwohnsitz, sondern nur zeitweise nutzen darf – also als Zweit-, Ferien- oder Wochenendwohnsitz. Sie gehören zu den strengsten in Europa und sind Ländersache (Tirol, Salzburg, Kärnten etc. regeln das jeweils selbst).
Im letzten Jahr zögerten Käufer noch, doch laut den Immo-Profis soll sich das 2026 ändern.
Wirtschaft, Tourismus und die Immobilienbranche machen seit Jahren Druck, weil internationale Käufer Österreich wegen der strengen Regelungen meiden.
Laut PREMIUM-LIVING wächst das Interesse der Käufer aus diesen Ländern.
Seenlagen gelten dabei als Goldstandard. Experten sehen hier bis 2027 das höchste Wertpotenzial. Besonders der Wörthersee, der Ossiacher See oder auch der Attersee werden regelrecht zum Goldstandard.