Luxus trotz 80 Mio. € Schulden

Mini-Benko völlig pleite – "lebe jetzt von meiner Frau"

Wegen betrügerischer Krida musste sich "Mini-Benko" Lukas N. (33) verantworten. Der Ex-Immobilien-Tycoon ist am Boden, lebt jetzt vom Geld der Gattin.
Christian Tomsits
15.01.2026, 15:04
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Mit einer grünen Mappe "bewaffnet" und einem breiten Lächeln auf den Lippen beteuerte Millionen-Pleitier Lukas N. (33) am Donnerstag am Wiener Landesgericht im weißen Hemd eine weiße Weste. Seine Woll-Chinohose ließ er sich zwar noch vom Hermès-Gürtel hochhalten, ansonsten befinde sich der "Mini-Benko" aber seit Oktober 2024 völlig am Boden und im Privatkonkurs.

Auch sein Firmenimperium implodierte, zahlreiche Partner fielen um ganz viel Geld um, die WKStA ermittelte. "Vermögen habe ich keines, meine Schulden betragen seit dem Konkurs 80 Millionen Euro", gab der in der Bau-Branche bestens bekannte Niederösterreicher bekannt. Der ehemalige Investor und Immobilien-Jongleur gab kleinlaut zu, jetzt "eigentlich von meiner Frau", zu leben. Früher hatte er noch in Wien mit Millionen jongliert, dem ehemaligen Novomatic-Forum (bis heute eine Baustelle) einen neuen Anstrich verpasst.

Jetzt muss er sich wegen betrügerischer Krida verantworten, weil er zwischen Oktober und Dezember 2024 trotz seines Privat-Konkurses mindestens 145.361 Euro für die Finanzierung seines aufwendigen Lebensstils verprasst haben soll und damit Gläubiger benachteiligt habe – wir berichteten. Das Geld, das er von einem Konto in Litauen und einer deutschen Bank bezog, teilweise in bar abgehoben haben soll, gab der Angeklagte für Luxus-Familienurlaube auf den Malediven und fette Restaurant-Rechnungen beim bekannten City-Italiener der Schickeria aus.

Auch ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk für die Gemahlin vom Vormittag des 24. Dezember (7.000 Euro bei Tiffany) fand sich unter den verdächtigen Ausgaben. "Das Geld stammt eigentlich aus einem Darlehen, das mit Managementleistungen gegengerechnet wurde", erläuterten er und seine Anwältin Jennifer Kaufmann das komplizierte Konstrukt, durch das niemand geschädigt worden sei. Beide Staatsanwältinnen der WKStA runzelten die Stirn. Die Verhandlung ist auf zwei Tage anberaumt, Haft droht. Die Unschuldsvermutung gilt.

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