Haushalte leiden schon lange. Diese Woche wurde es wieder offiziell gezeigt: Haushaltsenergie wird empfindlich teurer, im HJahresvergleich stiegen die Preise um 9,9 Prozent laut Energieagentur.
In Tirol gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer für Bestandskunden der TIGAS: Der Gaspreis soll bis zum kommenden Sommer nicht erhöht werden, das berichtet der ORF. Ein wichtiger Grund dafür ist die aktuelle Versorgungslage. Die Tiroler Gasspeicher sind laut TIGAS derzeit zu 90 Prozent gefüllt. Österreichweit beträgt der Füllstand 67 Prozent.
"Die Speicher vor dem Winter sind in Tirol zu 90 Prozent und bundesweit zu 67 Prozent gefüllt", erklärte TIGAS-Geschäftsführer Georg Tollinger laut ORF.
Eine Versorgungsthematik gebe es damit derzeit nicht. Die Situation unterscheide sich deutlich vom Beginn des Ukrainekrieges, als zusätzlich Gas beschafft werden musste.
Trotz der angespannten internationalen Lage spürt auch TIGAS Druck bei den Preisen. "Die Unsicherheit im Nahen Osten schlägt voll auf die Preise in Europa durch", so Tollinger.
Für Bestandskunden soll sich vorerst dennoch nichts ändern. Der Gaspreis liegt derzeit stabil bei rund 10 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Vor dem Ukrainekrieg waren es bei TIGAS rund 8 Cent. Der aktuelle Preis soll bis zum nächsten Sommer unverändert bleiben.
Sorgen bereiten Tollinger hingegen die Belastungen für Unternehmen. "Die hohen Energiekosten bei Strom und Gas tun der Industrie natürlich weh", erklärte er.
Aus seiner Sicht brauche die Industrie deshalb Unterstützung durch den Bund. Gleichzeitig müsse verhindert werden, dass die Energiepreise stark steigen und dadurch Industriestandorte zunehmend infrage gestellt werden.
Besonders deutlich wird Tollinger bei der Versorgungssicherheit. "Wenn diese grundlegend nicht gewährleistet ist, geht die Industrie definitiv weg", warnt der TIGAS-Geschäftsführer.