US-Medienberichte lassen aufhorchen. Unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse berichtet die "New York Times", dass der Iran noch jeweils über etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie seines Raketenarsenals verfügt. Somit konnten die USA seit Kriegsbeginn lediglich 30 Prozent der Raketen unschädlich machen.
Ein Bericht der "Washington Post" geht sogar von 75 Prozent bei den mobilen Abschussrampen und 70 Prozent bei den Raketen aus. Auch ein Großteil der unterirdischen Raketenlager des Iran sei weiterhin intakt. Einige konnten wieder repariert oder sogar fertiggestellt werden.
Besonders brisant: Ebenfalls soll der Iran den Zugang zu vielen seiner Raketenstellungen entlang der Straße von Hormus wiederhergestellt haben. US-Präsident Donald Trump hatte die Berichterstattung über seinen Iran-Krieg am Dienstag erneut kritisiert. Er bezeichnete die "Fake News" über den "iranischen Feind" als "VERRAT".
Laut der US-Regierung sei der Iran militärisch weitestgehend besiegt. Zuletzt stiegen die Kosten für die Auseinandersetzung mit Teheran auf 29 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro). Das sind rund vier Milliarden Dollar mehr als Ende April von Verteidigungsminister Pete Hegseth angegeben. Zudem wurden Vorwürfe laut, dass die Munitionsreserven der USA gefährlich ausgedünnt seien.
US-Senator Mark Kelly zufolge sollen etwa Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder jene für die Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot fehlen. US-Kriegsminister Pete Hegseth wies diese Darstellung zurück. Er erhielt dabei Unterstützung von Generalstabschef Dan Caine. Auch dieser meinte, dass die Regionalkommandos der US-Streitkräfte ausreichend Munition hätten.