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Trump-Rückzieher – doch kein Livestream von Hinrichtung

Nach heftiger Kritik zieht Donald Trump die Reißleine: Die geplante Live-Übertragung eines Erschießungskommandos in den USA ist abgesagt.
15.10.2026, 16:40
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Erst sollte die ganze Welt zusehen, jetzt macht US-Präsident Donald Trump einen Rückzieher! Die für den 3. Dezember geplante Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Malik Hasan (56) wird doch nicht live im Internet übertragen. Das gab Trump am Donnerstag (15. Oktober) auf seiner Plattform Truth Social bekannt.

Der frühere US-Militärpsychiater hatte 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen und 32 weitere verletzt. Unter den Todesopfern befand sich auch eine schwangere Soldatin. 2013 wurde Hasan zum Tode verurteilt. Nun soll das Urteil durch ein Erschießungskommando vollstreckt werden.

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Trump: "Die Welt soll sehen, wie Amerika handelt"

Ursprünglich hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigt, die Exekution öffentlich im Internet übertragen zu lassen. Damit sollte ein abschreckendes Beispiel für Terroristen gesetzt werden. Auch Trump hatte zunächst Verständnis für diese Pläne gezeigt.

Doch die Ankündigung löste in den USA einen Sturm der Entrüstung aus. Nicht nur Demokraten, sondern auch zahlreiche Republikaner kritisierten die geplante öffentliche Hinrichtung. Selbst Vizepräsident JD Vance ging auf Distanz und erklärte, dass er sich eine solche Übertragung nicht ansehen würde.

Jetzt zieht Trump die Reißleine

In seinem neuen Beitrag auf Truth Social bezeichnet Trump den verurteilten Attentäter als "sehr bösen und schlechten Menschen". Gleichzeitig verteidigt er die ursprüngliche Idee einer öffentlichen Hinrichtung.

Eine Live-Übertragung hätte seiner Ansicht nach eine starke abschreckende Wirkung haben können. Die Welt hätte dadurch sehen können, wie die USA mit Terroristen umgehen.

Allerdings räumt der Präsident ein, dass viele gutmeinende Menschen nicht dabei zusehen wollen, wie ein Mensch stirbt. Deshalb habe er entschieden, dass die Hinrichtung nicht übertragen werde.

Nur Angehörige dürfen Hinrichtung sehen

Eine Ausnahme soll es allerdings geben: Die unmittelbaren Angehörigen der Opfer dürfen auf Wunsch persönlich bei der Exekution anwesend sein. "Sie verdienen es, Gerechtigkeit zu erleben", schreibt Trump in seinem Beitrag.

Die Entscheidung folgt auf massive Kritik an der geplanten Übertragung. Gegner warnten unter anderem davor, dass die Bilder von Terrororganisationen für Propagandazwecke missbraucht werden könnten. Auch die Vereinten Nationen hatten die Pläne scharf verurteilt.

Eine aktuelle Umfrage zeigt zudem, wie deutlich die Ablehnung in der US-Bevölkerung ausfällt: Rund 80 Prozent der Amerikaner sprechen sich gegen eine Live-Übertragung der Hinrichtung aus.

red, 15.10.2026, 16:40
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