Europa will nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump seine Dieselreserven anzapfen. Zuvor hatte Washington seine Partner zu diesem Schritt gedrängt, um gegen die zuletzt stark gestiegenen Treibstoffpreise vorzugehen.
"Europa hat soeben zugestimmt, eine gewaltige Menge seiner umfangreichen Dieselöl-Reserven freizugeben", erklärte Trump am Freitag auf Truth Social. Die Maßnahme werde "umgehend beginnen", fügte er hinzu.
Noch vor Trumps Ankündigung hatten die Staats- und Regierungschefs der G7 über das weitere Vorgehen beraten. Die Videokonferenz am Freitagnachmittag war auf Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zustande gekommen.
Die US-Regierung hatte von den europäischen Partnern eine "sofortige" Freigabe ihrer strategischen Dieselbestände verlangt. Dadurch sollen die Verbraucherpreise sinken. Gleichzeitig stand ein möglicher Stopp amerikanischer Diesel-Exporte im Raum, für den sich Trump zuvor ausgesprochen hatte.
Auslöser für die Debatte sind die Treibstoffpreise, die infolge des Iran-Kriegs in den vergangenen Wochen erneut deutlich gestiegen waren.
Damit wächst auch der innenpolitische Druck auf Trumps Republikaner. Rund einen Monat vor den Kongress-Zwischenwahlen liegen sie in den Umfragen zurück.