3.000 Euro "Schweigegeld"

"Türsteher" erpressen Jugendliche – dritte Festnahme

Im Fall der Erpressungsserie in der Steiermark konnte nun auch der dritte Tatverdächtige festgenommen werden. Die Polizei sucht nach weiteren Opfern.
Newsdesk Heute
08.01.2026, 13:56
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In der Causa rund um eine Erpressungsserie bei Nachtlokalen und Veranstaltungen im Bezirk Leibnitz gibt es einen weiteren Fahndungserfolg: Die Polizei hat nun auch den zunächst flüchtigen dritten Verdächtigen gefasst. Damit sitzen alle drei mutmaßlich beteiligten "Türsteher" in Haft.

Wie berichtet, sollen zwei Jugendliche vor einem Lokal von einer unbekannten Person mit einem in Alufolie verpackten "Briefchen" als angeblicher Gratisprobe angesprochen worden sein. Als sie das Päckchen in der Toilettenanlage ansehen wollten, sollen Türsteher hereingestürmt, die Teenager bedrängt und ein Opfer am Hals gepackt sowie gegen eine Wand gedrückt haben.

Danach hätten die Männer ihnen die Geldtaschen abgenommen, sie hinausbegleitet und mit Polizei, Haftstrafen, Jobverlust und hohen Geldstrafen gedroht – abwendbar nur durch "Schweigegeld" in Höhe von 3.000 Euro. Ein Türsteher soll die Jugendlichen zu einem Bankomaten gebracht haben, wo beide je 400 Euro abhoben, den Rest sollten sie per Express-Überweisung zahlen.

Dritter Verdächtiger festgenommen

Nach Angaben der Polizei gelang es der Kriminaldienstgruppe nach weiteren Ermittlungen, einen 23-jährigen kosovarischen Staatsangehörigen auszuforschen und festzunehmen.

Er soll nach dem bisherigen Ermittlungsstand gemeinsam mit einem 26-jährigen russischen Staatsbürger sowie einem 24-jährigen österreichischen Staatsbürger in zahlreiche Erpressungshandlungen verwickelt sein.

In U-Haft

Bei der Einvernahme zeigte sich der 23-Jährige nicht geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird er in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Die beiden bereits zuvor festgenommenen Tatverdächtigen befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen weiter – auch in Hinblick auf mögliche weitere Opfer.

Suche nach weiteren Opfern

Personen, die sich in ähnlicher Weise von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes in Nachtlokalen oder im Umfeld von Veranstaltungen bedroht, eingeschüchtert oder zur Übergabe bzw. Überweisung von Geldbeträgen genötigt wurden, sollen sich bei der Polizei melden.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Leibnitz unter der Telefonnummer 059 133 6160 entgegen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.01.2026, 15:04, 08.01.2026, 13:56
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