U-Ausschuss bekam großteils geschwärztes Ibiza-Video

Das Ibiza-Video mit Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus.
Das Ibiza-Video mit Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus.picturedesk.com
Das Ibiza-Video ist am Dienstag dem zuständigen Untersuchungsausschuss übermittelt worden. Allerdings sollen viele Stellen darin fehlen.

"Gerade eben ist das Ibiza-Video an den #IbizaUA geliefert worden. Das ganze Video? Nein! Der Großteil ist geschwärzt/unkenntlich. Aber ich bleibe dabei: Aufklärung lässt sich nicht aufhalten! Egal was die Kurz-Clique noch alles versucht", schreibt SPÖ-Fraktionsführer Jan Krainer auf Twitter.

Während Krainer von einem großteils geschwärzten Video schreibt, erklärt allerdings NEOS-Fraktionsführerin Stephanie Krisper, das noch nicht klar sei, ob das Video "vollständig oder nicht" sei. Ab Dienstagnachmittag werde das von der Oberstaatsanwaltschaft Wien übermittelte Videomaterial gesichtet, hieß es weiter. 

Neue Aussagen aufgetaucht

Der Ibiza-Skandal katapultierte nicht nur den damaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache aus seinem Amt und mit seinem Parteikollegen Johann Gudenus aus der FPÖ, es löste auch ein Politbeben, Neuwahlen und Ermittlungen bis zum heutigen Tag aus. Bereitschaft zur Korruption, zur illegalen Parteienfinanzierung und zur Machtübernahme in Medien wird den "Protagonisten" vorgeworfen, ein Untersuchungs-Ausschuss wurde eingesetzt.

Erst kürzlich waren bisher unbekannte Passagen aus dem Ibiza-Video aufgetaucht. "Belastendes und Entlastendes" enthalte das gesamte Videomaterial, heißt es vom "Kurier". Die ersten beiden Stunden sollen dabei Strache als Bühne für sein Weltbild gegolten haben, die gesamte Runde habe Aussagen über Juden, Islamisierung und Homosexuelle getätigt. "Wir wollen eine Medienlandschaft ähnlich wie der Orban aufbauen", ist zudem einer von Straches zitierten Aussagen.

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