Osterferien sollten eigentlich ruhig sein – doch in Wiens Öffis ist davon nichts zu spüren. Statt leerer Garnituren erleben Fahrgäste derzeit das Gegenteil: volle U-Bahnen, längere Wartezeiten und jede Menge Stress.
Zwar sind laut Wiener Linien in den Ferien im Schnitt rund zehn Prozent weniger Menschen unterwegs, doch zahlreiche Sperren, Umleitungen und Ersatzverkehr bündeln die Fahrgäste auf wenigen Linien.
Besonders spürbar ist das bei der U-Bahn. Die Intervalle sind ausgedünnt – etwa bei der U3, die nur alle drei bis fünf Minuten fährt. Kommen dann noch Störungen dazu, ist das Chaos perfekt. Genau das war zuletzt bei U1 und U3 der Fall, berichtet die "Kronen Zeitung"
Und die Lage könnte sich bald weiter zuspitzen. Im Sommer stehen zusätzliche Sperren bei U3 und U4 aufgrund von Sanierungsarbeiten an. Noch größer sind die Sorgen wegen der geplanten Sperre der S-Bahn-Stammstrecke. Zwischen Praterstern und Hauptbahnhof wird ab 7. September 2026 kein Zug mehr fahren – für volle 14 (!) Monate.
Schon jetzt schlagen Politiker Alarm: "Die U-Bahnen sind schon jetzt knallvoll. So werden wir die Sperre der Schnellbahn-Stammstrecke ab Herbst niemals stemmen können", sagt die Grüne Gemeinderätin Heidi Sequenz zur "Krone".
Die Wiener Linien verweisen auf geplante Maßnahmen wie dichtere Intervalle, verstärkte Bim-Linien und bessere Fahrgastlenkung. Für viele Fahrgäste bleibt trotzdem die Frage: Wie soll das erst im Herbst funktionieren?