U-Haft über acht Terror-Verdächtige verhängt

Zelle Gefängnis Arrest Festnahme
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Dem Antrag auf Untersuchungshaft für acht Männer zwischen 16 und 24 Jahren wurde stattgegeben. Es bestand dringende Tatbegehungsgefahr.

Von den 14 Festgenommen im Zusammenhang mit dem Terroranschlag am 2. November in Wien kamen, wie berichtet, bereits am Freitag sechs davon wieder frei. Der Ursprungsverdacht habe sich nicht verhärtet. Anders schaut es bei den acht Übrigen aus, zu denen die Staatsanwaltschaft Wien einen Antrag auf Untersuchungshaft eingebracht hatte.

Das Landesgericht für Strafsachen Wien verhängte diese nun gegen die acht Männer im Alter von 16 bis 24 Jahren wegen dem Beitrag zum Mord, der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation. Der dringende Tatverdacht hat sich also verhärtet, zudem war offenbar einer der Haftgründe gegeben (Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder Tatbegehungs- bzw Tatausführungsgefahr).

Auch Jugendliche in U-Haft

Normalerweise ist die Untersuchungshaft bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht vorgesehen. In diesem Fall bestand allerdings bei sämtlichen Beschuldigten das Vorliegen der Fluchtgefahr, der Verdunkelungsgefahr und auch der Tatbegehungsgefahr.

Dieser Beschluss ist vorerst bis zum 20.11.2020 wirksam, die Beschuldigten sind zwingend von einem Verteidiger zu vertreten. Nähere Angaben zum Inhalt der Aussagen sind aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht möglich.

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