Am Frankhplatz in Wien-Alsergrund beginnt ein neues Kapitel: Nach dem Ende der Bauarbeiten am Stationsgebäude der Wiener Linien startet nun die Umgestaltung des Umfelds. Damit fällt der Startschuss für den ersten U-Bahnvorplatz des neuen Linienkreuzes U2xU5.
Bis zum Jahresende soll hier ein klimafitter Mobilitätsknoten entstehen – mit deutlich mehr Grün und Aufenthaltsqualität. Geplant sind rund 5.000 Quadratmeter neue Aufenthaltsfläche, 16 neue Bäume und etwa 40 Sitzgelegenheiten. Auch Trinkbrunnen und eine Nebelstele sollen für Abkühlung sorgen.
"Es ist dies ein besonderer Moment, denn hier beginnt nach einer langen Baustellenphase nun die Zukunft der neuen U-Bahnvorplätze in unserer Stadt. Ausgehend vom Bau des neuen Linienkreuzes schaffen wir nun zum Auftakt im Stationsumfeld ein neues Wohnzimmer im Freien", so Planungs-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Der bisher stark versiegelte Bereich wird umfassend umgebaut. Über 3.700 Quadratmeter werden entsiegelt und wasserdurchlässig gestaltet, zusätzlich entstehen rund 1.100 Quadratmeter neue Grünflächen.
Die bisherige Nebenfahrbahn wird aufgelassen, stattdessen entsteht ein offener Platz mit mehr Raum für Fußgänger. Die Grünflächen werden miteinander verbunden und automatisch bewässert, um optimale Bedingungen für Pflanzen zu schaffen.
Ein besonderes Highlight ist die Umgestaltung der Garelligasse (sie verläuft teilweise parallel zur Garnisongasse). Sie wird künftig zur Fußgängerzone mit neuen Grünflächen, acht zusätzlichen Bäumen und Sitzmöglichkeiten. Eine Nebelstele soll an heißen Tagen für Abkühlung sorgen.
"Ich bedanke mich herzlich bei den vielen Bürgerinnen, die in dem breiten Beteiligungsprozess für die Umgestaltung mitgewirkt haben. Es freut mich sehr, dass wir die Wünsche der Alsergrunderinnen nach einem klimafitten und verkehrsberuhigten Frankhplatz und Umgebung jetzt umsetzen", meint Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ).
Die U5-Station Frankhplatz wird über vier Zugänge erreichbar sein. Die neue Linie soll 2030 zwischen Karlsplatz und Frankhplatz in Betrieb gehen. "Der Bau der U5-Station Frankhplatz läuft auf Hochtouren. Ab der baulichen Fertigstellung 2026 testen wir auf der neuen Strecke das gesamte System, von den Gleisen bis zur Steuerung", erklärt Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien.
Das Gesamtprojekt U2xU5 gilt als größtes Klimaschutzprojekt Wiens. Mit neuen Strecken, Stationen und Knotenpunkten soll das Netz deutlich erweitert werden. Ziel sind bis zu 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste jährlich und eine CO₂-Einsparung von bis zu 75.000 Tonnen pro Jahr.
Der Baustart für die zweite Baustufe der U5, mit den neuen Stationen Arne-Karlsson-Park, Michelbeuern-AKH, Elterleinplatz und Hernals ist für 2028, jener für die Verlängerung der U2, mit den Stationen Gußriegelstraße und Wienerberg, für 2030 geplant.