Immer noch kein Durchatmen beim abermaligen Großbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen). Mittlerweile kämpfen über 700 Mitglieder von 84 Feuerwehren gegen die Flammen, die wegen des drehenden Windes bereits zweimal ihre Richtung geändert haben.
Schon unmittelbar nach dem Ausbruch wurde auch wieder das Bundesheer zum Assistenzeinsatz angefordert. Vier Hubschrauber, darunter zwei Black Hawks, unterstützen die Polizeihubschrauber seitdem aus der Luft. Es gilt allerhöchste Alarmstufe, sogar aus dem All sind die Rauchschwaden zu sehen.
Wie bereits berichtet, waren die Flammen innerhalb kürzester Zeit bis auf 100 Meter an eine Wohnsiedlung herangerückt. Die Häuser mussten evakuiert werden, Bewohner kommen bei Verwandten, Freunden oder im Gemeindezentrum unter. Nun spitzt sich die Lage laut "NÖN" aber weiter zu.
Mittlerweile mussten 150 Menschen in Sicherheit gebracht werden, weil die Flammen nur mehr 50 Meter von den Einfamilienhäusern entfernt sind. Straßen in der Umgebung wurden gesperrt, ein lokaler Krisenstab eingerichtet.
Ein betroffener Anwohner berichtet dem ORF: "Innerhalb kürzester Zeit sind die Feuerwehren bereits bei uns durch die Gasse gefahren, ein Feuerwehrauto ist dann bei jedem Haus stehen geblieben und hat gemeint, ich soll unbedingt das Haus verlassen, dieses Mal sei es sehr ernst, der Wind wehe in die verkehrte Richtung für uns, nämlich genau auf die Häuser zu und es werde gefährlich für uns."