Ausgedrückt, weggeworfen, liegen gelassen: Zigarettenstummel landen in Linz viel zu oft auf Gehsteigen und in Grünflächen. Jetzt erweitert die Stadt die Entsorgungsmöglichkeiten – mit einem Pilotprojekt an sechs viel besuchten Plätzen und Haltestellen.
Das Tschick-Problem hatte zuletzt bereits für Aufregung gesorgt: "Linz ist kein Aschenbecher", kritisierte Linzplus-Chef Lorenz Potocnik. Viele Mistkübel hätten zwar eine Metallfläche zum Ausdrücken, aber keinen eigenen Behälter für die Stummel. Er forderte zusätzliche Aschenbecher.
Den Anfang machen jetzt zwei neue Aschenbecher an der Haltestelle Rudolfstraße. In den nächsten beiden Wochen folgen Taubenmarkt, Haltestelle Goethekreuzung, Bahnhofspark, Volksgarten und Fernbushaltestelle Industriezeile.
"Gemeinsam genutzte Orte brauchen eine gemeinsame Verantwortung", betont Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Achtlos weggeworfene Stummel seien "nicht nur ein Umweltproblem, sie verstärken auch das Gefühl mangelnder Rücksichtnahme".
Wie bei den Pfandringen startet die Stadt zunächst an stark frequentierten Orten. Bewährt sich das Projekt, soll es wachsen: "Wenn die Behälter dazu beitragen, dass Zigarettenstummel richtig entsorgt werden, werden wir diese Maßnahme weiter ausbauen", kündigt Schobesberger an.
Auch auf Spielplätzen beschäftigt das Thema die Stadt: Wie berichtet, sprach sich der Sicherheitsausschuss im September für ein Rauchverbot aus. Kinder sollen damit vor Tabakrauch und herumliegenden Stummeln geschützt werden.