Traumlage, aber trotzdem insolvent: Am Schwarzsee in Kitzbühel ist das Restaurant "Das Steghaus" in finanzielle Schieflage geraten. Über die Betreibergesellschaft wurde nun ein Insolvenzverfahren eröffnet – betroffen sind 21 Mitarbeiter und insgesamt 45 Gläubiger.
Erst 2021 war das Lokal gemeinsam mit dem Alpenhotel nach großem Um- und Neubau neu eröffnet worden. Umso überraschender kommen nun die schlechten Nachrichten.
Besonders brisant: Der Pachtvertrag wird mit Ende April nach dem Insolvenzantrag aufgelöst. Damit trennt sich Betreiber Heinz Schultz de facto selbst von dem Restaurant. Das Steghaus gehört nämlich zum Alpenhotel Kitzbühel – und damit zur Schultz Gruppe, die gleichzeitig mit 40 Prozent an der Betreibergesellschaft beteiligt ist.
Trotz der Insolvenz gibt man sich beim Hotel gelassen, dieses sei nicht von Auswirkungen der Pleite betroffen. "Das sind Pächter und die Pächter sind in Konkurs gegangen, da haben wir keinen Einfluss darauf. Wir haben schon einen neuen einheimischen Pächter, dieser wird demnächst das Steghaus in sehr hoher Qualität weiterführen", erklärt Heinz Schultz laut der "Tiroler Tageszeitung".
Die finanzielle Lage ist angespannt: Die offenen Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 200.000 Euro. Unter den 45 Gläubigern befinden sich neben Lieferanten auch die Österreichische Gesundheitskasse, das Finanzamt – und die eigenen Mitarbeiter.
Denn besonders bitter: Die 21 Angestellten haben ihre Gehälter seit Februar nicht mehr erhalten.