Mario Springer legt als Vizebürgermeister von Wilhelmsburg seine Funktionen überraschend zurück. Er nennt private und berufliche Gründe für seine Entscheidung.
Es ist ein politischer Paukenschlag in Wilhelmsburg: Vizebürgermeister Mario Springer hat am Montag seinen sofortigen Rückzug aus allen Funktionen erklärt. Betroffen sind sowohl sein Amt in der Stadtgemeinde als auch sämtliche Parteiämter innerhalb der SPÖ Wilhelmsburg.
In einer schriftlichen Stellungnahme erklärt Springer: "Nach reiflicher und sorgfältiger Überlegung habe ich heute den Bürgermeister der Stadtgemeinde Wilhelmsburg darüber informiert, dass ich aus privaten und beruflichen Gründen meine Funktion als Vizebürgermeister sowie alle meine Parteiämter innerhalb der SPÖ Wilhelmsburg mit sofortiger Wirkung zurücklege." SP-Stadtchef Peter Reitzner hat sich bislang nicht öffentlich zum Rücktritt geäußert.
"Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen", betont er. Die Aufgabe als Vizebürgermeister seiner Heimatstadt sei für ihn nicht nur eine große Ehre, sondern auch eine zutiefst erfüllende Aufgabe gewesen.
Als Grund nennt Springer eine Neupriorisierung im privaten und beruflichen Bereich. "Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, weil ich mich in den kommenden Jahren verstärkt meiner Familie und meinem beruflichen Werdegang widmen möchte", heißt es in der Erklärung weiter.
Seiner Gemeinde fühlt er sich weiterhin verbunden. "Wilhelmsburg wird für mich immer meine Heimat bleiben", so Springer. Zugleich wünscht er seiner Nachfolge alles Gute und Erfolg bei der Gestaltung einer positiven Zukunft für die Stadt. Wie die personelle Nachbesetzung erfolgen wird, war vorerst nicht bekannt.