Die Kämpfe in der Golfregion dauern an: Mehrere Staaten meldeten am Montag iranische Angriffe. So stürzte in Saudi-Arabien eine Rakete in einem unbewohnten Gebiet ab, in Dubai wurde ein Mann durch Trümmer eines Marschflugkörpers verletzt und in Bahrain ertönten die Luftschutzsirenen.
Aus dem Iran gab man sich auch verbal weiter angriffslustig. So teilte ein Vertreter der Revolutionsgarden mit, dass man die militärischen Kapazitäten des Landes noch nicht ausgeschöpft habe.
Der Regimevertreter richtete sich mit seiner Botschaft direkt an die USA und Israel. Ihm zufolge seien weitere Überraschungen auf dem Weg. Ergeben wollen sich die Mullahs nicht. "Wir sind in einer Schule erzogen worden, die Kapitulation als Erniedrigung betrachtet", wird der Sprecher von der "Krone" zitiert.
Diese Drohung steht klar im Widerspruch zu Angaben, die US-Präsident Donald Trump zuvor gemacht hatte. Ihm zufolge habe es "sehr gute und konstruktive" Gespräche mit dem Iran gegeben.
Auch iranische Kraftwerke wolle er für weitere fünf Tage nicht angreifen. Bis dahin gebe der US-Präsident Teheran Zeit, die Blockade der für den Öl-Handel wichtigen Straße von Hormus zu beenden.
Auch von einem möglichen Frieden sprach Trump vor Reportern in Florida. Laut dem US-Präsidenten wolle der Iran einen Deal machen. Man sei sich bereits in 15 Punkten einig geworden. Auch ein weiteres Telefonat am Montag stellte Trump in Aussicht.
Unterdessen berichteten iranische Staatsmedien genau das Gegenteil. Demnach habe es weder direkte noch indirekte Gespräche mit den USA gegeben. Sie warfen dem US-Präsidenten vor, Lügen zu erzählen, um die Absage für Angriffe auf die iranischen Kraftwerke rechtfertigen zu können.