Seuchen-Alarm

Zu wenige Kinder geimpft – UN warnt vor neuen Epidemien

Trotz gestiegener Impfraten warnen UN-Organisationen vor neuen Epidemien und unzureichendem Impfschutz bei Millionen Kindern weltweit.
Newsdesk Heute
15.07.2026, 17:29
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Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Trotz zuletzt leicht gestiegener Impfraten bei Kindern warnen sie weltweit vor neuen Epidemien. Im vergangenen Jahr haben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem UN-Kinderhilfswerk Unicef 90 Prozent der Kinder – also fast 116 Millionen – zumindest eine Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten bekommen. 85 Prozent wurden mit drei Impfdosen komplett gegen diese Krankheiten geschützt.

Damit sind die Impfraten um einen Prozentpunkt im Vergleich zu 2024 gestiegen, und um vier Punkte im Vergleich zu 2021. Trotzdem liegen sie noch immer einen Prozentpunkt unter dem Stand von 2019. Grund dafür sind die Probleme bei Impfprogrammen während der Corona-Pandemie.

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Quoten zu niedrig

Rund 13,5 Millionen Kinder weltweit haben laut Angaben im Jahr 2025 in ihrem ersten Lebensjahr keine einzige Impfung erhalten. Das sind um 750.000 weniger als im Jahr davor und etwa eine Million weniger als 2023.

Die UN-Organisationen warnen aber auch davor, dass immer mehr Kinder – vor allem in den ärmsten Ländern – nicht genug Impfungen bekommen, um vollständig geschützt zu sein. Zwar bekommen laut den Angaben 84 Prozent der Kinder eine erste Impfung gegen Masern, aber nur 77 Prozent erhalten auch die zweite. Fachleute betonen, dass eine Impfquote von 95 Prozent nötig ist, um die extrem ansteckende Krankheit zu stoppen.

Fake News als Grund

Die Masernimpfquote ist von mehreren Faktoren abhängig, aber "wir gehen davon aus, dass sie in bestimmten Zusammenhängen eindeutig mit Falschinformationen zusammenhängt", sagt Kate O'Brien, Direktorin der Abteilung für Impfprogramme der WHO. Das sei "sehr besorgniserregend". 57 Länder haben im vergangenen Jahr 2025 größere Masernausbrüche gemeldet.

Die Welt hat 2025 "eine beispiellose Zahl von Epidemien" erlebt, so O'Brien. Neben Masern gab es auch Ausbrüche von Diphtherie und Cholera. Schuld daran sind laut O'Brien auch Kürzungen der internationalen Hilfe, etwa durch die USA.

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