Nach Extrem-Sommer

"Unerträglich" – Schulen nicht auf Hitze vorbereitet

Mehr als 30 Grad in den Klassen, schwitzende Kinder und Pädagogen: Nach dem Hitze-Sommer fordern Grüne und Neos in OÖ jetzt rasche Schutzmaßnahmen.
Oberösterreich Heute
19.09.2026, 15:21
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Der Sommer hatte schonungslos gezeigt, wie schnell Oberösterreichs Schulen zu Hitzefallen werden. In einer Linzer Volksschule wurden bereits um 10 Uhr 32,6 Grad gemessen. In anderen Bundesländern kollabierten sogar Kinder während des Unterrichts.

"Schwarz-Blau muss liefern"

Grüne und Neos wollen nun verhindern, dass sich diese Szenen im nächsten Sommer wiederholen. Ein gemeinsamer Antrag wurde am Donnerstag in den Unterausschuss Klimawandel verschoben und soll dort im November erstmals behandelt werden.

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"Eine Verzögerung, die gerade noch tolerierbar ist. Dann aber muss Tempo gemacht werden und Schwarz-Blau muss liefern", fordert die Grüne Klimaschutzsprecherin Anne-Sophie Bauer. "Denn brütende Schulen und Kindergärten darf es nicht mehr geben."

Eine Anfrage an Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) habe laut Bauer gezeigt, dass die Bildungseinrichtungen auf immer drastischere Hitze nicht ausreichend vorbereitet seien. Grüne und NEOS verlangen deshalb eine landesweite Bestandsaufnahme. Besonders belastete Standorte sollen zuerst Unterstützung erhalten.

"In Wahrheit nur acht Monate"

Gefordert werden außerdem konkrete Maßnahmen für Schulen und Kindergärten im oberösterreichischen Hitzeschutzplan, ausreichend Sonnen- und Hitzeschutz sowie verpflichtende Standards bei Neubauten und Sanierungen. Auch Gebäude und Freiflächen sollen stärker begrünt werden.

"Wir haben in Wahrheit nur acht Monate, bis es in unseren Kindergärten und Schulen wieder unerträglich heiß wird", warnt Neos-Landeschef Felix Eypeltauer. Die baulichen Fehler der Vergangenheit könnten nicht so rasch behoben werden. Deshalb müsse die Landesregierung jetzt klare Standards schaffen und den Gemeinden das nötige Geld bereitstellen.

red,19.09.2026, 15:21