Die Wiener Innenstadt ist nicht länger Teil der Liste des gefährdeten UNESCO-Welterbes. Das hat das UNESCO-Welterbekomitee am Sonntag bei seiner 48. Sitzung im südkoreanischen Busan beschlossen.
Mit der Entscheidung wird das historische Zentrum Wiens von der Gefährdungsliste gestrichen. Bürgermeister Michael Ludwig begrüßte den Beschluss. Sinngemäß erklärte er, Wien habe in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um das historische Zentrum als Welterbe zu schützen und gleichzeitig eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung zu ermöglichen. Nun sei sichergestellt, dass künftige Lösungen der Stadtentwicklung den Wienern zugutekommen.
Ludwig bedankte sich außerdem bei der Wiener Delegation rund um den Weltkulturerbe-Beauftragten Ernst Woller. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Planungsausschusses habe das Team mit intensiver Vorbereitung und überzeugenden Argumenten die UNESCO von den Maßnahmen der Stadt überzeugen können.
Nach Angaben der Stadt Wien wurde in Busan insbesondere positiv bewertet, dass der rechtliche Schutz der Welterbestätte verbessert wurde. Dazu zählen unter anderem Anpassungen der Wiener Bauordnung.
Darüber hinaus verwies die Stadt auf weitere Maßnahmen und Planungen, darunter den U-Bahn-Ausbau, den Dachkataster, das geplante Besucherzentrum des Belvederes, das Hotel und den Garten des Palais Schwarzenberg, den Stadtentwicklungsplan STEP 2035, das Fachkonzept Hochhäuser, das Strategiekonzept "Öffentlicher Raum Wiener Innenstadt" sowie das Monitoring des Managementplans für die Welterbestätte.