"Völlig inakzeptabel"

Ungarns neuer Premier legt sich mit Selenskyj an

Das neue Selenskyj Bündnis – die Karpaten-Acht – sorgt für Unmut in Ungarn. Man sei von der Ukraine auf die Liste gesetzt worden, ohne zuzustimmen.
Newsdesk Heute
22.09.2026, 15:01
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Auf X fliegen die Fetzen zwischen der Ukraine und Ungarn. Der Grund ist das neue Bündnis der Ukraine – die Karpaten-Acht (C8). Dieses soll regionale Investitionen stärken. Zudem wollen die Länder – auch Österreich ist Mitglied – in den Bereichen Sicherheit, Energie und Handel zusammenarbeiten.

Ins Leben gerufen wurde das Bündnis vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte auch Ungarn auf die Liste der Mitglieder gesetzt, was in Budapest für Unmut sorgte. Demnach habe Ungarn nie seine Zustimmung erteilt, berichtet "euronews".

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Streit auf X

Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha warf Budapest daraufhin vor, auf "den Spuren Viktor Orbáns" zu wandeln und dessen "Politik der Blockade und Abschottung" weiterzuverfolgen.

Ungarns neuer Regierungschef Péter Magyar entgegnete, dass es "völlig inakzeptabel" sei, ein souveränes Land ohne dessen Zustimmung zu einem Mitglied einer internationalen Zusammenarbeit zu erklären.

Streit wegen Öllager

Zudem verschärft aktuell auch ein Streit ums Öl die Spannungen zwischen den beiden Ländern. So hatte der ukrainische Staatsenergiekonzern Naftogaz eine Vereinbarung mit dem ungarischen Unternehmen MOL bekannt gegeben. Dieser zufolge sollen auf ungarischem Gebiet Öllager entstehen, die die Versorgung der Ukraine absichern sollen.

Auch hier reagierte Magyar mit scharfer Kritik. Er stellte klar, dass es unter seiner Führung keine ukrainischen Öllager in Ungarn geben werde. Insgesamt 25 Prozent der Anteile von MOL gehören dem ungarischen Staat. Vor diesem Hintergrund sagte der Regierungschef, dass das Unternehmen vor solchen Vereinbarungen die Regierung konsultieren müsse.

red,22.09.2026, 15:01