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Ungeimpfte empfangen, nun muss Hotelier zusperren

Das Tiroler Luxus-Hotel "Das Kronthaler" kontrollierte die 2G-Regel nicht. Nun soll der Hotel-Betreiber seine Gewerbeberechtigung verlieren.

Amra Duric
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Hotelier Günther Hlebaina kontrollierte bei seinen Gästen nicht die 2G-Regel. In der Luxus-Unterkunft kam es deswegen zu 74 Anzeigen.
Hotelier Günther Hlebaina kontrollierte bei seinen Gästen nicht die 2G-Regel. In der Luxus-Unterkunft kam es deswegen zu 74 Anzeigen.
"Das Kronthaler"

Als nur Genesene und Geimpfte in Hotels nächtigen durften, rebellierte Günther Hlebaina. Der Chef des Luxus-Hotels "Das Kronthaler" in Achenkirch (Tirol), der selbst nicht geimpft ist, ließ ungeimpfte Gäste bei sich nächtigen und kontrollierte auch die 2G-Regel nicht – "Heute" berichtete. Das wird dem Hotelier nun zum Verhängnis.

"Die BH versucht, meinem Mandanten die Verlässlichkeit abzusprechen. Wir setzen uns selbstverständlich zur Wehr und haben uns an das Landesverwaltungsgericht gewandt.“

Denn wegen zahlreichen Corona-Verstößen im vergangenen Winter droht dem Unternehmer nun die Schließung seines Betriebs. Zumindest, wenn es nach der Bezirkshauptmannschaft Schwaz geht. "Es wurde ein Verfahren zum Entzug der Gewerbeberechtigung eingeleitet“, bestätigt der Innsbrucker Anwalt Christian Ortner, der den Geschäftsführer des Hotels in Achenkirch vertritt, gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". "Die BH versucht, meinem Mandanten die Verlässlichkeit abzusprechen. Wir setzen uns selbstverständlich zur Wehr und haben uns an das Landesverwaltungsgericht gewandt.“

74 Anzeigen wegen Missachtung der Corona-Maßnahmen

Im Winter wetterte Hlebaina im Gespräch mit "Heute" noch: "Die Polizei und Behörde sind jeden Tag hier." Bis zum 8. Februar haben Schwazer BH-Beamte und Polizisten das Hotel zwölf Mal kontrolliert. 63 Anzeigen gab es laut "TT" wegen Missachtung der Covid-Bestimmungen gegen Gäste und Mitarbeiter. Elf weitere Anzeigen erhielt Hlebaina selbst.

Der gebürtige Steirer hatte drei Monate Zeit, um den geforderten Rückzug aus seinem Haus anzutreten. Dem kam der 65-Jährige jedoch nicht nach. Daraufhin wurde von der BH ein Verfahren zum Entzug der Gewerbeberichtigung eingeleitet.

"Ganz grundsätzlich stellt eine derartige Vorgehensweise die Ultima Ratio dar, wenn trotz zahlreicher Kontrollen und zahlreicher Anzeigen sowie dem dringenden Ersuchen seitens der Behörde, sich an geltende Rechtsvorschriften zu halten, dies weiterhin negiert wird“, heißt es in einer Stellungnahme des Amtes der Tiroler Landesregierung gegenüber der "TT".

Hlebainas Anwalt Christian Ortner geht nicht von einer Schließung des Betriebs aus. 

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