Die zweifache Olympiasiegerin im Biathlon war auf einer Bergtour in Pakistan unterwegs, als sie am Montag von einem Steinschlag erfasst wurde, schwer verunglückte. Mittlerweile herrscht traurige Gewissheit: Dahlmeier ist tot. Die Deutsche wurde 31 Jahre alt.
"Die Bergung von Lauras Leichnam wird möglich sein, aber sie ist sowohl zu Fuß als auch mit einem Helikopter mit unglaublichen Risiken verbunden", erzählte Bergsteiger Jackson Marvell gegenüber "AFP". Der US-Amerikaner war neben dem bekannten deutschen Bergsteiger Thomas Huber, sowie Alan Rousseau aus Frankreich und Tad McRea aus den USA am ersten Bergungsversuch von Dahlmeiers Leichnam beteiligt gewesen.
Marvell, ein Kenner des Laila Peak, erklärte, der Berg habe sich in den letzten zwei Tagen "erheblich verändert", es würde "erhebliche Steinschläge" geben. "Und selbst mit einer langen Leine an einem Helikopter gibt es immer noch viele Steinbrocken, die die Wand hinunterfallen", erzählte Marvell weiter.
Der US-Bergsteiger erzählte auch, dass er vom Helikopter aus Dahlmeiers Leichnam entdeckt habe. "Ich beobachtete, dass es keinerlei Lebenszeichen gab. Sie lebte nicht mehr", sagte der Bergsteiger.
Nach dem Steinschlag am Montag gegen Mittag auf 5.700 Metern Höhe war am Dienstag eine Rettungsaktion angelaufen, ehe Dahlmeiers Management am Mittwoch ihr Ableben verkündete. Die Seilpartnerin der Deutschen, die auch den Notruf abgesetzt hatte, konnte sich retten. Ihr Management erklärte auch, dass es der niedergeschriebene letzte Wille der 31-Jährigen war, dass im Falle eines derartigen Unfalls "niemand sein Leben riskieren darf, um sie zu bergen. Ihr Wunsch war es, ihren Leichnam in diesem Fall am Berg zurückzulassen."
Dahlmeier, zweifache Olympiasiegerin und siebenmalige WM-Goldmedaillengewinnerin im Biathlon, hatte 2019 mit bloß 25 Jahren ihre aktive Karriere beendet. Danach verschrieb sich Dahlmeier unter anderem dem Bergstegen, war staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin.