Österreich hat sich mit dem dramatischen 3:3 gegen Algerien in letzter Sekunde ins Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gekämpft – jetzt wartet am Donnerstag (21 Uhr) in Los Angeles der nächste Brocken. Gegner ist Europameister Spanien, der allerdings nicht ohne Personalsorgen in das K.-o.-Duell geht.
Beim 1:0-Erfolg über Uruguay musste Teamchef Luis de la Fuente gleich um zwei wichtige Offensivkräfte zittern. Flügelstar Nico Williams verletzte sich nach einem heftigen Zusammenprall im Adduktorenbereich, Yeremy Pino zog sich bei einer Schulterverletzung eine Verstauchung zu. Ein zunächst befürchteter Schlüsselbeinbruch bestätigte sich zwar nicht, beide Einsätze gegen Österreich sind aber fraglich.
Der spanische Verband bestätigte, dass beide Verletzungen als mittelschwer eingestuft werden. Ob Williams und Pino rechtzeitig fit werden, soll sich erst in den kommenden Tagen entscheiden. Damit droht den Iberern ausgerechnet auf den Außenbahnen ein personeller Engpass.
Denn mit Victor Munoz fehlt ein weiterer Flügelspieler bereits seit Turnierbeginn wegen einer Muskelverletzung. Auch Lamine Yamal und Nico Williams waren angeschlagen zur WM gereist. Yamal hat sich zwar zurückgemeldet, wurde bislang aber noch nicht über die volle Distanz eingesetzt.
Österreich reist dagegen mit jeder Menge Selbstvertrauen nach Los Angeles. Nach dem Last-Minute-Ausgleich von Saša Kalajdžić in der 96. Minute gegen Algerien lebt der Traum vom WM-Märchen weiter. Gegen Spanien wartet nun die bislang wohl größte Herausforderung des Turniers – möglicherweise gegen einen Favoriten, der personell angeschlagen ist.