In Deutschland ist Lachgas seit Sonntag verboten, in Oberösterreich bleibt es währenddessen weiter frei erhältlich – und genau das sorgt jetzt wieder für scharfe Kritik. Die FPÖ nimmt SPÖ-Landesrat Martin Winkler ins Visier.
Seit 12. April ist Lachgas in Deutschland für Minderjährige verboten – auch der Verkauf über Automaten und online wurde untersagt. Grund sind steigende Missbrauchszahlen und gesundheitliche Risiken.
Für die FPÖ ist klar: OÖ hinkt hinterher. Klubobmann Thomas Dim übt deutliche Kritik am zuständigen Landesrat: "Es ist völlig unverständlich, warum Landesrat Winkler hier weiterhin untätig bleibt." Besonders stößt ihm Winklers Argument auf, es gebe bereits ausreichend gesetzliche Möglichkeiten.
Dim widerspricht klar: "Das oberösterreichische Jugendschutzgesetz untersagt zwar die missbräuchliche Verwendung bestimmter Substanzen", regele aber nicht deren Verkauf. "Genau hier besteht die rechtliche Lücke."
Für ihn ist die Situation eindeutig: "Es ist unverantwortlich, dass potenziell gesundheitsschädliche Substanzen weiterhin ohne jede Alterskontrolle frei erhältlich sind." Das sorgt in OÖ übrigens schon länger für Diskussionen. Schon 2024 berichtete "Heute", dass die Substanz in Linz über Automaten erhältlich ist.
Suchtexperten warnten damals deutlich vor den Risiken. Lachgas sei ein "psychoaktiv wirkender Stoff" und "ganz sicher nicht für den Alltagsgebrauch gedacht". Bei regelmäßigem Konsum könne es "bis zu Nervenschäden" kommen.
Mit der Kritik steht die FPÖ nicht allein. Bereits im Jänner hatten auch die Grünen strengere Regeln verlangt. Sie forderten unter anderem ein Verbot des Verkaufs über Automaten und online.