In Split im Süden Kroatiens herrschen seit Sonntag verschiedene Wetterwarnstufen, in der für Österreicher vielbesuchten Urlaubsdestination wurden am Dienstag vielerorts verheerende Unwetterschäden gemeldet. Betroffen sind unter anderem Fabriken, ein Fußballstadion und dutzende demolierte Autos.
Wie "Heute" bereits berichtete, hatten kroatische Wetterdienste mit gelben und roten Alarmstufen vor dem Unwetter gewarnt. Rasant fielen die Temperaturen von sommerlichen 30 auf 17 Grad.
In mehreren kroatischen Städten war es bereits am Sonntag zu umgestürzten Bäumen aufgrund von Starkwind gekommen, Leserreporter-Fotos zeigen einen Blitzeinschlag in Istrien.
Dienstagmorgen fand ein starkes Unwetter auch im Werftgelände von Brodosplit Einzug und verursachte erhebliche Sachschäden. Das Dach des Fußballstadions des kroatischen Traditionsvereins Hajduk Split namens Poljud wurde ebenso in Mitleidenschaft gezogen.
In einer Schiffsfabrik sorgten starke Winde und heftige Regenfälle auch zum Einsturz eines großen Portalkrans und zu Sachschäden in den Produktionshallen und Arbeitsräumen. Der Wind deckte Dächer ab, Fenster und Glas zerbarsten – betroffen waren auch Fahrzeuge, die von umgestürzten Bäumen getroffen wurden.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt, die Folgen dieses Unfalls werden jedoch noch behoben. "Wir danken allen Kollegen und Teams, die unermüdlich daran arbeiten, den Platz freizumachen und zu sichern", so die betroffene Firma "Brodosplit" in einem Statement. "Ereignisse wie dieses erinnern uns einmal mehr daran, wie wichtig schnelles Reagieren, Solidarität und Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten sind", hieß es von der Werft in Split.
Vor allem im Süden Kroatien müssen Bewohner und Touristen am Mittwoch mit gelegentlichem Regen und Gewittern rechnen – mit Temperatur-Höchstwerten von nur 20 Grad. Am Donnerstag soll es dann etwas beständiger werden, bei gleichbleibenden Temperaturen. Erst am Freitag soll es dann auch wieder etwas wärmer werden.