Dramatische Minuten haben sich am Donnerstagabend am Millstätter See in Kärnten abgespielt. Während eines heftigen Gewitters wurden drei Kinder auf einem Stand-up-Paddle-Board (SUP) von einer plötzlichen Sturmböe ins Wasser geschleudert. Eine Polizeistreife auf dem See reagierte sofort und verhinderte Schlimmeres.
Im Zuge des Bootsdienstes führte die Polizei gegen 17.10 Uhr wegen des aufziehenden Unwetters eine Kontrollfahrt zur Sturmwarnung durch. Dabei entdeckten die Beamten in der Nähe von Millstatt drei Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren auf einem SUP – rund 50 Meter vom Ufer entfernt. Zu diesem Zeitpunkt herrschte bereits starker Wellengang.
Noch während die Beamten auf die Kinder aufmerksam wurden, erfasste eine heftige Windböe das SUP. Alle drei Kinder wurden ins Wasser geschleudert, das Board trieb sofort davon. Besonders brisant: Keines der Kinder trug eine Schwimmweste.
Die Bootsbesatzung leitete umgehend die Rettung ein. Unter schwierigen Bedingungen konnten die Beamten die Kinder mithilfe eines Gurtretters aus dem Wasser ziehen. Ein Polizist sprang zudem sofort selbst ins Wasser, um das jüngste Kind vor dem Ertrinken zu bewahren.
Anschließend wurden alle drei Kinder sicher an Bord des Polizeibootes gebracht. Auch das vom Sturm weggetriebene SUP konnte geborgen werden. Gemeinsam mit den Kindern wurde es anschließend ans Ufer gebracht und dort an anwesende Personen übergeben.
Die dramatische Rettungsaktion ging glimpflich aus. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Die Einsatzkräfte erinnern dennoch eindringlich daran, bei Sturmwarnungen nicht mit einem SUP auf den See hinauszufahren und insbesondere Kinder stets mit einer Schwimmweste auszustatten.